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Skurrile Ausbildungsberufe im Emscher Lippe-Land

Im Emscher Lippe-Land gibt es Berufe, die eigentlich kaum einer machen möchte... Wer will schon als Kanalarbeiter dahin, wo es dunkel ist und stinkt? Oder als Schädlingsbekämpfer die Nester ekliger Krabbelviecher finden?

Einige Menschen aber tun genau das - und immer wieder gibt es auch Jugendliche, die sich in diesen Berufen ausbilden lassen. Wir stellen in dieser Woche einige dieser Azubis und ihre skurrilen Ausbildungsberufe vor.

Bestatter

Waschen, schneiden, legen - das kennen Sie vom Friseur um die Ecke. Bei "Waschen. HÄNDEfalten, legen" geht’s um eine Behandlung der etwas anderen Art. Die will genauso gelernt sein, wie das Friseurhandwerk - nur steht am Ende der Ausbildung vor allem Eines: Die Lizenz zum Beerdigen. Heute geht’s in unserer kleinen Serie zu ungewöhnlichen Ausbildungsberufen um den Beruf des Bestatters.

Schädlingsbekämpfer

Maden, Kakerlaken, Würmer und Ratten – das sind die Gegner von Azubi Burak Ak. Er hat vor einem Monat seine Ausbildung zum Schädlingsbekämpfer in Gelsenkirchen-Beckhausen begonnen. „Für diesen Beruf gibt es nur wenige Bewerber“, hat uns sein Chef Steffen Hartmann erzählt. Das liegt vielleicht daran, dass die zukünftigen Auszubildende vor allem eins sein müssen: Absolut ekelfrei.

Azubi Burak schaut sich Insekten unter dem Mikroskop an. Sein Chef Steffen Hartmann hilft ihm beim Bestimmen der Art.
Es sind Reiskäfer.
Auch Ratten werden vom Schädlingsbekämpfer aus dem Weg geschafft.
Die Schutzkleidung ist bei einem Einsatz mit Bienen oder Wespen absolut notwendig.
In voller Montur!
Fachkraft Rohr-Kanal-Industrie

Wenn der Abfluss im Haus verstopft ist, kommt der Klemptner. Doch was ist, wenn der Kanal unter dem Haus verstopft ist? Dann kommt der Kanalreiniger. Er prüft auch, ob die Anschlüsse an das öffentliche Kanalnetz dicht ist oder sorgt dafür, dass undichte Rohre saniert werden.

Sie arbeiten aber auch im Untergrund - dort wo sich niemand hin verirren würde, denn der Gestank ist bestialisch. Markus Bieniek und Matthias Biller aber schrecken nicht davor zurück, denn Fachkraft Rohr-Kanal-Industrie ist ihr Traumberuf... Und deswegen lassen sie sich bei der Gelsenkirchener Firma Uniror ausbilden.

Markus Bieniek und Matthias Biller (v.l.n.r.) vor ihrem Arbeitsfahrzeug.
Viele technische Geräte werden für den Job des Kanalreinigers gebraucht.
Markus Bieniek und Matthias Biller wollen Fachkräfte Rohr-Kanal-Industrie werden.
Uniror-Ausbildungsleiter Frank Büser und Geschäftsführer Hans-Josef Rickert (hinten v.l.n.r.) mit ihren neuen Azubis.

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