Sie sind hier: Emscher-Lippe / Archiv / 2010 / Vermisste Frau
 

Vermisste Frau

Foto: Polizei Gelsenkirchen

Im Fall der vermissten Annette Lindemann aus Gelsenkirchen-Buer verdichten sich die Hinweise auf ein Gewaltverbrechen. Die Beamten haben bei der Durchsuchung der Wohnung festgestellt, dass die Vermisste wichtige Gegenstände für einer längere Reise nicht mitgenommen hatte. Außerdem wurden im elterlichen Schlafzimmer wichtige Dinge verändert, bzw. sind nicht mehr vorhanden. Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht weiterhin der Ehemann. Er soll in wichtigen Punkten falsche oder widersprüchliche Aussagen gemacht haben. 

Die Polizei hat am 22.07.2010 folgende Pressemitteilung veröffentlicht:

Am 07.Juni 2010 meldete in Gelsenkirchen der Ehemann der 44-jährigen Frau Annette L., Mutter von vier Kindern, seine Frau als seit dem 2.Juni 2010 vermisst. Die durchgeführten Ermittlungen, Such- und Fahndungsmaßnahmen des Polizeipräsidiums Gelsenkirchen führten nicht zu Hinweisen oder möglichen Aufenthaltsorten der Vermissten.

Im Rahmen weiterer Ermittlungen wurde bekannt, dass der Ehemann ohne Wissen seiner Familie eine Zweitwohnung in Gelsenkirchen unterhält. Aus den Vernehmungen des Ehemannes ergaben sich Widersprüche zu den zuvor gemachten Angaben. Daher wurde in Absprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft Essen die polizeiliche Ermittlungsführung dem Präsidium Essen übertragen.

Da nunmehr aufgrund der aufgetretenen Widersprüche nicht nur von einem Vermisstenfall ausgegangen werden konnte, sondern auch der Verdacht bestand, dass Frau Lindemann Opfer eines Gewaltverbrechens geworden sein könnte, richtete das PP Essen eine Mordkommission ein. Diese fand heraus, dass es nicht nur Widersprüche in den Aussagen gibt, sondern der Ehemann nachweislich gegenüber Ermittlungsbehörden falsche Angaben über den Zeitpunkt und die Umstände des Verschwindens seiner Ehefrau gemacht hat. So wurde die Vermisste nicht wie angegeben am 02.Juni, sondern in der Nacht zum 30. Mai letztmalig von Dritten lebend gesehen. Auch der von ihr genutzte schwarze Mercedes-Viano-Van, Kennzeichen GE - AL 2701, wurde ab diesem Zeitpunkt nicht mehr gesehen. Er fand sich am 25.Juni in der Haard, einem großen Waldgebiet in der Nähe von Marl, vollständig ausgebrannt wieder. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde der Van in der Nacht zum 25.Juni in den Wald gefahren und dort vorsätzlich in Brand gesetzt.

In der Wohnung der Familie veranlasste Untersuchungen ergaben, dass Frau Lindemann persönliche und für ein längeres Fernbleiben aus dem häuslichen und familiären Bereich wichtige Gegenstände zurückgelassen hat. Wesentliche Gegenstände im ehelichen Schlafzimmer fanden sich verändert bzw. fehlen.

Von besonderem Interesse sind hier zwei Matratzen aus dem Ehebett, die vermutlich nach dem 30. Mai entsorgt und neu gekauft wurden.


Die Mordkommission bittet um Mithilfe bei der Beantwortung folgender Fragen:
1. Wer hat Annette Lindemann nach Samstag, 29. Mai 2010, gesehen?
2. Wer hat den schwarzen Mercedes Viano- Van, GE –AL 2701, in der Zeit vom 29. Mai bis zum 25.Juni 2010 gesehen oder kann Angaben zu einem möglichen Verkaufsversuch machen?
3. Wer hat Personen beobachtet, die im Stadtgebiet von Gelsenkirchen oder im Bereich des nördlichen Ruhrgebiets zwei Matratzen entsorgt haben?



Gesucht wird:

Annette Lindemann, geb. Lichtenberg
*27.01.1966 in Essen.


Beschreibung:
- ca. 165 cm groß, stabile Figur, ca. 80 kg
- blondes, schulterlanges, gewelltes Haar

Bekleidung : - nicht bekannt -

Hinweise an das PP Essen (0201/829-0),
oder jede andere Polizeidienststelle.


Weitersagen und kommentieren
...loading...