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Lokalnachrichten

02.07.2015 16:30    

Der gekündigte stellvertretende Jugendamtsleiter Frings wirft der Stadt Gelsenkirchen vor, beim Heimkinder-Skandal mehr gewusst zu haben als sie zugibt.

- Quelle: Thomas Hans / Radio Emscher Lippe

- Quelle: Thomas Hans / Radio Emscher Lippe

Der gekündigte stellvertretende Jugendamtsleiter Frings wirft der Stadt Gelsenkirchen vor, beim Heimkinder-Skandal mehr gewusst zu haben als sie zugibt. Beim Gütetermin vor dem Arbeitsgericht heute hat sein Anwalt begründet, warum die fristlose Kündigung nicht gerechtfertigt sei. Michael Rose fasst die Ergebnisse des Termins zusammen.

 

Die Stadt Gelsenkirchen habe ganz genau gewusst, was Frings da in Ungarn tut. Zusammen mit dem ehemaligen Jugendamtsleiter Wissmann war er an einem Kinderheim und einem Reiterhof dort beteiligt. Durch Mauschelei sollen sich beide finanziell bereichert haben. Frings und Wissmann hätten ihre Nebentätigkeit aber ganz normal bei der Stadt angemeldet - diese habe dann alles genau geprüft und weitgehend gestattet, so Frings Anwalt heute. Die Stadt wollte das heute in der Verhandlung nicht kommentieren. Sie geht aber davon aus, dass Frings und Wissmann der Stadt nicht alles gesagt, sie in Teilen sogar belogen haben. Sie hat Frings das gleiche wie seinem ehemaligen Chef Wissmann angeboten: Einen Aufhebungsvertrag ohne Abfindung. Das Gericht hat jetzt beiden Seiten bis Oktober Zeit gegeben, ihre Sichtweisen genau zu begründen. Dann geht die Verhandlung vor dem Gelsenkirchener Arbeitsgericht weiter.

Michael Rose für Radio Emscher Lippe

 



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