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Lokalnachrichten

14.02.2018 06:30    

Judenfeindlichkeit besorgt die jüdische Gemeinde in Gelsenkirchen

- Foto: Radio Emscher Lippe/ Ralf Laskowski

- Foto: Radio Emscher Lippe/ Ralf Laskowski

Hakenkreuze an Toilettenwänden, eingeworfene Fensterscheiben und Beschimpfungen - der zunehmende Judenhass in Deutschland macht auch der jüdischen Gemeinde in Gelsenkirchen Sorgen. Fast jeder jüdische Schüler aus der Gemeinde wurde schon beschimpft oder bedroht. Aus Angst vor Übergriffen verstecken einige Gemeindemitglieder sogar ihre Kippa unter einer Kappe oder tragen jüdische Symbole unter dem Pullover. Das hat uns die Leiterin der Synagoge Judith Neuwald-Tasbach erzählt. Erst vor ein paar Wochen wurde in Gelsenkirchen ein Erwachsener mit Kippa auf der Straße heftig beschimpft und beleidigt. Dass die Straftaten gegen Juden zugenommen haben, stellt die Gelsenkirchener Polizei aber nicht fest. Im vergangenen Jahr wurden acht Straftaten von Jugendhassern registriert. Das seien so viele wie in den Vorjahren und keine besorgniserregende Zahl, so ein Polizeisprecher. Auch in den Schulen in Gladbeck, Bottrop und Gelsenkirchen hat es vereinzelt Angriffe auf jüdische Schüler gegeben – von einem gravierenden Problem spricht aber keine der Schulen.

 

 

Tags: Gelsenkirchen,Antisemitismus,Jüdische Gemeinde


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