
- Umstellung von G8 auf G9 macht sich bemerkbar
- Kaum größere Feiern oder Abibälle
An den Gymnasien bei uns machen in diesem Jahr deutlich weniger junge Menschen ihr Abi als sonst. In dieser Woche sind die schriftlichen Prüfungen gestartet. Insgesamt treten dazu in Bottrop, Gelsenkirchen und im Kreis Recklinghausen gut 330 Gymnasiasten an - letztes Jahr waren es mit knapp 2.250 mehr als sechsmal so viele. Hintergrund: Vergangenes Jahr ist der letzte G8-Jahrgang geendet. Wegen der Umstellung auf G9 macht der Jahrgang danach erst nächstes Jahr sein Abi. Im Moment sind an den Abschlussklassen der Gymnasien also zum Beispiel Sitzenbleiber oder Realschüler, die nach der 10. Klasse fürs Abi aufs Gymnasium gewechselt sind. Weil die Abi-Jahrgänge dieses Jahr so klein sind, gibt auch - anders als sonst - keine großen Feiern oder Abibälle.
Gesamtschulen sind von dem Phänomen nicht betroffen: Sie hatten für ihre Abiturienten die Schulzeit von neun Jahren immer beibehalten.