Aktionsbündnisse warnen vor Kampfsportclub in Gelsenkirchen

Das "Gelsenkirchener Aktionsbündnis gegen Rassismus und Ausgrenzung" und "Essen stellt sich quer" warnen vor einem neu gegründeten Kampfsportclub, der in einem Fitnessstudio im Gelsenkirchener Süden trainiert. Damit werde versucht, Strukturen der rechten Szene aufzubauen.

© Ingo Otto / FUNKE Foto Services
  • Club wird Verbindung zu einer rechten Bürgerwehr nachgesagt
  • Vermeintlicher Gründer weist sämtliche Vorwürfe zurück

Verschiedene Aktionsbündnisse wie das "Gelsenkirchener Aktionsbündnis gegen Rassismus und Ausgrenzung" oder "Essen stellt sich quer" sagen dem Club eine Verbindung zu den "Steeler Jungs" nach, einer rechten Bürgerwehr, die seit drei Jahren in Essen-Steele aktiv ist. Unter anderem hat der Verfassungsschutz die Gruppierung auf dem Schirm und kann einigen Mitgliedern rechtsextremistische Bezüge zuordnen.

Stadt und Polizei haben Club auf dem Schirm

Stadt und Polizei ist der neue Verein bekannt. Bisher gebe es aber keine illegalen Aktivitäten, heißt es. Ein Sprecher der Gelsenkirchener Polizei sagt, so lange dort in einem geschlossenen Raum trainiert werde und keine Straftaten passierten, sei der Club erstmal als ganz normaler Sportclub anzusehen. Man wolle das Geschehen dort aber im Auge behalten. Der vermeintliche Gründer des Clubs hat sämtliche Vorwürfe im Gespräch mit uns zurückgewiesen.

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