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Bottrop: Sozialamt kämpft mit Antragsflut zur Pflegehilfe
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Bottrop: Sozialamt kämpft mit Antragsflut zur Pflegehilfe

In Bottrop beantragen mittlerweile 80 bis 90 Prozent aller Pflegeheimbewohnenden staatliche Hilfe zur Pflege. Das Sozialamt kommt nur schwer hinterher.

Veröffentlicht: Montag, 27.04.2026 06:30

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  • Eigenanteil für einen Heimplatz liegt bei rund 3.500 Euro pro Monat
  • In der Regel monatelange Bearbeitungszeit
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In Bottrop werden immer mehr Menschen im Pflegeheim von der Stadt unterstützt. Aktuell gibt es rund 1.440 Pflegeplätze in Heimen und Wohngruppen für Menschen mit Demenz. Weil die Heimkosten in den letzten Jahren stark gestiegen sind, können viele die rund 3.500 Euro Eigenanteil im Monat nicht mehr selbst zahlen. Inzwischen stellen nach Angaben der Stadt 80 bis 90 Prozent der Heimbewohner einen Antrag auf „Hilfe zur Pflege“.

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Prüfung oft kompliziert

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Dadurch hat sich die Zahl der Anträge im Sozialamt in den vergangenen vier Jahren etwa verdoppelt. Die Prüfung ist oft kompliziert, weil Einkommen und Vermögen bis zu zehn Jahre rückwirkend geprüft werden müssen. Wenn alle Unterlagen vorliegen, dauert eine Bewilligung in der Regel bis zu vier Monate, sonst auch deutlich länger. Aktuell werden Anträge vom Januar bearbeitet.

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7,5 Millionen Euro im Jahr für Pflegehilfe

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Die Stadt versucht, mit zusätzlichem Personal, Umorganisation und Unterstützung aus anderen Bereichen die Rückstände abzuarbeiten. Gleichzeitig sind in Kirchhellen und in der Boy zwei neue Pflegeheime geplant. Das sorgt zwar für mehr dringend benötigte Plätze, wird aber auch die Zahl der Anträge weiter erhöhen. Schon jetzt gibt die Stadt Bottrop rund 7,5 Millionen Euro im Jahr für die Hilfe zur Pflege aus – Tendenz steigend.

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