
- Grundlage: Mobilfunkdaten, Bestandsanalyse, Bürgerbeteiligung
- Konzept wird nächste Woche im Bau- und Verkehrsausschuss vorgestellt
Bottrop plant seinen Nahverkehr neu. Vor der nächsten Sitzung des Bau- und Verkehrsausschusses hat die Stadt ein neues Verkehrskonzept vorgestellt. Kern der Planung: Ein Wechsel vom bisherigen 20-Minuten-Takt hin zu einem 15- beziehungsweise 30-Minuten-Takt – so wie es beim Schienenpersonenverkehr und überregionalen xBus-Linien des VRR bereits üblich ist. Grundlage waren eine Bestandsanalyse, ausgewertete Mobilfunkdaten und eine Online-Bürgerbeteiligung. Gleichzeitig muss die Stadt sparen: Das Haushaltssicherungskonzept schreibt vor, im ÖPNV jährlich 300.000 Euro einzusparen.
Trotzdem soll das Angebot laut Stadt ausgewogen und nachfrageorientiert bleiben: Auf den Hauptachsen – also zum Beispiel Richtung Kirchhellen, Boy, Eigen oder Essen – sollen Busse künftig alle 15 Minuten fahren. Auf den Nebenachsen alle 30 Minuten. Es sind auch neue Direktverbindungen geplant. Zum Beispiel von Bottrop-Boy direkt nach Sterkrade, vom Stadtteil Eigen direkt zum Hauptbahnhof oder aus Fuhlenbrock über die Hans-Böckler-Straße.
Und auch Freizeitziele wie die Skihalle, das Tetraeder oder die Eloria Erlebnisfabrik auf Prosper-Haniel sollen besser erreichbar werden. In Zukunft soll dann auch das Quadrat über die Linie SB 16 durch Anbindung an die Haltestelle "Im Stadtgarten" direkt an den Bottroper und Essener Hauptbahnhof angebunden werden.
Mit dem neuen Konzept sollen die Betriebskosten um rund 460.000 Euro pro Jahr sinken, weil die Betriebsleistung um 190.000 Kilometer reduziert wird. Ob und wann der Plan aber tatsächlich umgesetzt wird, steht noch nicht fest. Am Dienstag, den 21. Juli wird der Entwurf des neuen Nahverkehrsplans im Bau- und Verkehrsausschuss vorgestellt.
