
- Über 200 Einsatzkräfte & landesweit zwölf Städte betroffen
- Gesamtschaden wird auf rund elf Millionen Euro geschätzt
In Bottrop und Gelsenkirchen haben Ermittler im Rahmen einer landesweiten Aktion gegen mutmaßlichen Abrechnungsbetrug Wohnungen durchsucht. Insgesamt waren laut Staatsanwaltschaft Wuppertal und Polizei Düsseldorf am Donnerstag (17.09.) mehr als 200 Kräfte von Polizei, Hauptzollamt und dem Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität NRW in zwölf Städten im Einsatz, darunter neben Gelsenkirchen und Bottrop auch Düsseldorf, Dortmund und Oberhausen. Die Ermittlungen gegen insgesamt 13 Beschuldigte laufen bereits seit Dezember 2025 unter Leitung der Staatsanwaltschaft Wuppertal.
Den Ermittlungen zufolge sollen die Beschuldigten gewerbsmäßig Leistungen der ambulanten Intensivpflege gegenüber Krankenkassen abgerechnet haben, die tatsächlich nicht oder nicht vollständig erbracht wurden. Teilweise sollen die Leistungen zudem durch nicht ausreichend qualifiziertes Personal erbracht worden sein. Der Gesamtschaden wird nach bisherigem Ermittlungsstand auf rund elf Millionen Euro geschätzt. Welche konkrete Rolle die Durchsuchungen in Bottrop und Gelsenkirchen in dem Verfahren spielen, teilten die Behörden nicht mit.
Im Zuge der landesweiten Durchsuchungen wurde laut Mitteilung ein Haftbefehl gegen eine 39-jährige Frau vollstreckt. Gegen ihren Ehemann wurde ein weiterer Haftbefehl beantragt, er sollte einem Haftrichter vorgeführt werden. Zudem stellten die Ermittler Vermögenswerte von insgesamt rund 5,9 Millionen Euro sicher, darunter mehrere hochwertige Fahrzeuge, Bargeld, Schmuck und Uhren. Die Ermittlungen dauern weiter an.