
- 1.800 Beschäftigte sollen zum neuen Eigentümer wechseln
- Gelsenkirchener Stadtspitze hofft auf Zukunftsperspektive
BP hat einen Käufer für die Raffinerie in Gelsenkirchen gefunden: Das Unternehmen hat gerade mitgeteilt, dass man sich mit der Klesch-Gruppe geeinigt habe - einem unabhängigen europäischen Raffineriebetreiber. Hinter der Gruppe steckt ein amerikanischer Unternehmer.
Der Verkauf umfasst die Ruhroel GmbH Gelsenkirchen mit den Werken in Scholven und Horst, sowie ein Tanklager in Bottrop. Die insgesamt 1.800 Beschäftigten sollen laut BP zum neuen Eigentümer wechseln.
Wenn die Behörden zustimmen, soll der Verkauf in der zweiten Jahreshälfte über die Bühne gehen. Im Zusammenhang mit dem Geschäft könne man von rund eine Milliarde Euro einsparen, heißt es von BP. Die Gelsenkirchener Raffinerie ist einer der wichtigsten Industriestandorte in NRW. Sie verarbeitet pro Jahr rund 12 Millionen Tonnen Rohöl und produziert vor allem Kraftstoffe für den Straßen- und Luftverkehr.
Gelsenkirchener Stadtspitze erwartet klare Perspektive für Standort und Beschäftigte
Gelsenkirchens Oberbürgermeisterin Andrea Henze und der für die Wirtschaftsförderung zuständige Stadtrat Simon Nowack begrüßen in einer ersten Stellungnahme, dass jetzt Klarheit über die Zukunft des Unternehmens bestehe. Vom neuen Eigentümer erwarte die Verwaltung eine verlässliche Perspektive für den Standort und seine Beschäftigten.
„Die Raffineriestandorte in Scholven und Horst sind seit Jahrzehnten ein zentraler Pfeiler der industriellen Wertschöpfung in unserer Stadt und für die gesamte Region. Der Eigentümerwechsel schafft nun Klarheit. Entscheidend ist, dass damit eine langfristige Perspektive für den Standort und die Beschäftigten verbunden ist. Die Sicherung der Industriearbeitsplätze und eine verlässliche Zukunft für die Raffinerie haben für uns höchste Priorität.“
Oberbürgermeisterin Andrea Henze
„Die Raffinerie ist ein wichtiger Bestandteil der Energie- und Chemieinfrastruktur im Ruhrgebiet. Wir erwarten, dass der neue Eigentümer die bereits begonnenen Modernisierungs- und Investitionsprozesse konsequent fortsetzt, sodass der Standort zukunftsfähig weiterentwickelt und die industrielle Transformation aktiv vorangebracht werden. Dabei ist entscheidend, dass die Arbeitsplätze, die Tarifbindung und die industrielle Wertschöpfung am Standort dauerhaft gesichert werden.“
Stadtrat Simon Nowack