
- Zusammenhang mit Drohmails gegen Schulen in Gelsenkirchen möglich
- Mehrere Durchsuchungen, eine unter anderem nebenan in Dortmund
In ganz Deutschland gab es am Dienstag (25.11.) viele Durchsuchungen. Laut Bundeskriminalamt sind unter den Beschuldigten auch zwei Personen aus NRW. Sie sollen Teil einer überregional agierenden Tätergruppe und dadurch für hunderte Drohmails verantwortlich sein. Inhalt der Drohmails waren vorgetäuschte Bombendrohungen in ganz Deutschland - gegen Schulen, Hauptbahnhöfe, Einkaufszentren und andere städtische sowie öffentliche Einrichtungen.
In Gelsenkirchen gab es in diesem Jahre gegen mehrere Schulen Drohmails. Zum Beispiel im Mai an der Hauptschule Grillostraße, Anfang September an der Gesamtschule Horst oder auch ganz aktuell: vor rund zwei Wochen (12.11.25) an der Evangelischen Gesamtschule Bismarck. Ob es einen Zusammenhang zwischen den aktuellen Durchsuchungen und den Drohmails an den Schulen in Gelsenkirchen gibt, konnte uns ein Sprecher der zuständigen Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main nicht sagen. Er konnte es aber auch nicht ausschließen. Was die Generalstaatsanwaltschaft aber bestätigt hat: Drohmails an rund 30 Schulen in NRW sind Teil der Ermittlungen, rund dein Drittel davon aus Dortmund.
Eine Durchsuchung gab es unter anderem am Dienstag (25.11.) auch in Dortmund, so die Generalstaatsanwaltschaft weiter. Eine zweitere gab es ebenfalls in NRW, wo genau konnte der Sprecher aber nicht sagen. Der Beschuldigte sei noch jugendlich und deshalb darf die Generalstaatsanwaltschaft keine Angaben zum konkreten Ort machen. Sicher ist jedoch: Bei allen Durchsuchungen zusammen wurden zahlreiche elektronische Geräte und Speichermedien sichergestellt.
In einer offiziellen Mitteilung hat das Bundeskriminalamt erstmal nur größere Öffentliche Gebäude genannt, die solche Bombendrohungen erhalten haben. Zum Beispiel das Shopping-Center Limbecker Platz nebenan in Essen oder auch der Bahnhof Neunkirchen. Der Limbecker Platz musste wegen dieser Drohung im Mai letzten Jahres komplett evakuiert werden - der Bahnhof Neunkirchen musste komplett gesperrt werden und der Bahnverkehr wurde komplett eingestellt. Das war im September letzten Jahres.