Das Höhentrainingslager

Im sechsten Teil des Blogs geht es um mein Leben im Höhentrainingslager in Sierra Nevada, Spanien.

Zu sehen ist Jessica Steiger bei einer kurzen Trainingspause in einem Kraftraum.
© Jessica Steiger

Hallo Leute,

seit einer Woche bin ich nun im Höhentrainingslager in der Sierra Nevada (Spanien). Hier bin ich bereits zum 22. Mal und wie bei den vorigen Malen auch diesmal für drei Wochen - ich habe also schon mehr als ein Jahr meines Lebens hier oben verbracht!

Warum überhaupt ein Höhentrainingslager?

Auf 2.300 Metern Höhe ist das Training mindestens doppelt so anstrengend wie zu Hause - man hat hier weniger Sauerstoff zur Verfügung und fühlt sich im Wasser schwerfällig wie ein Walross. Wenn man allerdings nach Hause kommt und dann trainiert, fühlt man sich leicht wie eine Feder ;-) Davor muss man leider bekanntlich leiden. Hier oben befindet sich nämlich nichts außer unserer Unterkunft und unserer Trainingsstätte. In die nächstgelegene Stadt - Granada - fährt man 45 Minuten mit dem Auto...wenn man eins hat. Für das Training ist es hier optimal. Keinerlei Ablenkung - man kann sich voll und ganz auf die Einheiten konzentrieren. 

Einige Bilder für euch

Der Tagesablauf ist sehr strukturiert - und anstregend!

So gut wie jeder Tag sieht bei mir folgendermaßen aus:  

  • 6:00 Uhr aufstehen 
  • 6:30-9:00 Uhr Wassertraining
  • 9:15 Uhr endlich Frühstück!
  • 10:00-12:00 Uhr „Mittagsruhe“
  • 12:30 Uhr Mittagessen 
  • 13:00 Uhr Spaziergang an der frischen Luft
  • 13:30-16:00 Uhr Wassertraining
  • anschließend 1 Stunde Pause für Snacks ;-)
  • 17:30-18:45 Uhr Landtraining (Athletik, Krafttraining oder Yoga)
  • 20:00 Uhr Abendessen
  • 21:30 Uhr Bettruhe

Dann beginnt alles von vorn - 21 Tage lang. Klingt anstrengend? Ist es auch! 

Entspannungs-Tag - am liebsten mit Eis oder Pizza

Einen Tag in dem Trainingslager haben wir allerdings frei - ihr glaubt gar nicht, wie sehr man sich freut, in die Stadt zu fahren und ein Eis zu essen. Oder auch eine Pizza. Denn das Essen hier oben ist nicht wirklich abwechslungsreich und ich freue mich schon jetzt wieder auf die leckere und vielfältige Küche zu Hause... Hier gibt es mittags Nudeln mit Tomatensauce, abends Reis mit Tomatensauce... ihr könnt mir glauben, dass ich NIE WIEDER Tomatensauce sehen möchte!

Ach, die Tage zählen wir übrigens auch. An unserer Tür hängt ein Countdown - darüber hängt natürlich auch unser Ziel - Tokio 2020.

Bis bald!

Eure Jessy

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