
Guten Abend aus der Radio-Emscher-Lippe-Redaktion. Ich hoffe, du hattest einen guten Start in die Woche. Damit du bestens informiert in den Feierabend gehen kannst, habe ich dir die wichtigsten Nachrichten aus Gladbeck, Bottrop und Gelsenkirchen zusammengefasst. Heute geht es unter anderem um schwerwiegende Vorwürfe gegen einen JVA-Beamten, einen großen Betrugsprozess und ein erfolgreiches Projekt für mehr Sicherheit in unseren Stadtteilen.
Schmuggelverdacht gegen JVA-Beamten
Ein Justizvollzugsbeamter aus Gelsenkirchen sorgt aktuell für heftige Schlagzeilen. Er sitzt nach mutmaßlichen Schmuggelgeschäften in der JVA Essen in Untersuchungshaft. Rund eine Woche nach seiner Festnahme sind nun durch einen Bericht an den Landtag neue Details ans Licht gekommen: Bei einer Durchsuchung seiner Wohnung stellten Ermittler neun Handys, Drogen, Waffen sowie mehrere mutmaßliche Luxusuhren sicher. Drei Häftlinge hatten den Gelsenkirchener schwer belastet und ihn beschuldigt, verbotene Gegenstände in das Gefängnis geschmuggelt zu haben. Zudem sollen rund 40.000 Euro in bar auf sein Konto eingezahlt worden sein. Auch gegen seine Ehefrau wird mittlerweile wegen Geldwäsche ermittelt. Der Fall kam ins Rollen, nachdem Häftlinge den Beamten im Zusammenhang mit einer spektakulären Flucht aus einer Essener Radiologie-Praxis belastet hatten. Zwar ließen sich die Vorwürfe der direkten Fluchthilfe laut NRW-Justizminister Benjamin Limbach bisher nicht erhärten, doch die Ermittlungen wegen Korruption sowie Drogen- und Waffenbesitzes laufen nun auf Hochtouren.
Betrugsprozess gegen drei Bottroper
Drei Männer aus Bottrop müssen sich seit heute vor dem Essener Landgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen Betrug in großem Stil vor. Nach der Anklage sollen zwei der Männer über Jahre hinweg Mitarbeiter schwarz beschäftigt haben, ohne diese bei den Sozialkassen anzumelden. Dadurch wurden keine Beiträge zur Renten- oder Krankenversicherung gezahlt. Auch Lohnsteuer und Solidaritätszuschlag sollen am Finanzamt vorbeigeschleust worden sein. Ein dritter Angeklagter soll den beiden Hauptbeschuldigten bei diesen Machenschaften geholfen haben. Die mutmaßlichen Taten ereigneten sich vorwiegend in Bottrop und Essen. Da das Verfahren sehr umfangreich ist, hat die zuständige Strafkammer Termine bis in den Dezember hinein angesetzt.
Mehr sozialer Frieden für Gelsenkirchen
Gelsenkirchen baut ein erfolgreiches Konzept aus, um das Zusammenleben in schwierigen Quartieren zu verbessern. Nachdem das Projekt bereits seit drei Jahren in Rotthausen und Horst läuft, wird es nun auf Bulmke-Hüllen und Schalke-Nord ausgeweitet. Stadt, Caritas und das Deutsche Rote Kreuz arbeiten dabei eng mit Polizei und dem kommunalen Ordnungsdienst zusammen. Ein zentrales Element ist der Einsatz von sogenannten Konfliktmanagern, die vor Ort vermitteln. Die Zahlen geben dem Konzept recht: In Horst sank die Zahl der Beschwerden von über 140 im Januar letzten Jahres auf nur noch 14 im Dezember. Für den Ausbau in die neuen Stadtteile investiert die Stadt nun rund 315.000 Euro.
Ich hoffe, diese Zusammenfassung bringt dich auf den aktuellen Stand. Genieße deinen Abend und erhol dich gut.
Einen schönen Abend
Stefan Merten aus der Radio-Emscher-Lippe-Redaktion.