
Guten Abend aus der Radio-Emscher-Lippe-Redaktion. Hier kommt deine Tageszusammenfassung für diesen Dienstag.
Das sind unsere Themen: Die BP-Raffinerie gehört zu den wichtigsten Arbeitgebern der Industriegroßstadt Gelsenkirchen. Heute gab es eine wichtige Entscheidung für den Verkauf der riesigen Anlagen. Die Hitze wird auch bei uns immer mehr zu einem Gesundheitsrisiko. Jetzt wollen Gladbeck, Bottrop und Gelsenkirchen schneller auf genau diese Gefahr reagieren. Und dann sprechen wir noch ausführlich über Roboter im Krankenhaus. Konkret geht es im Kerni und Barbara im St. Barbara Hospital in Gladbeck.
Grünes Licht für BP-Deal
Der Mineralölkonzern BP darf seine Raffinerie in Gelsenkirchen an die Klesch-Gruppe verkaufen. Die EU-Kommission hat grünes Licht für das Geschäft gegeben, da sie keine Bedenken beim Wettbewerb sieht. Zu dem Komplex gehören zwei Standorte in Gelsenkirchen und ein Tanklager in Bottrop mit insgesamt rund 1.800 Beschäftigten. Ganz durch ist der Verkauf aber noch nicht: Laut Medienberichten prüft das Bundeswirtschaftsministerium den Deal noch, weil hinter dem Käufer ein Firmenkonstrukt in einer Steueroase stecken soll. Wenn die Behörden endgültig zustimmen, soll der Verkauf in der zweiten Jahreshälfte abgeschlossen sein.
Städte bereiten sich auf Hitzesaison vor
Gladbeck, Bottrop und Gelsenkirchen stellen sich auf die beginnende Hitzesaison ein. Zusammen mit 13 anderen Städten entlang der Emscher erstellen sie gerade Meldeketten für den Notfall. Wenn der Deutsche Wetterdienst vor extremer Hitze warnt, soll klar sein, wie gefährdete Menschen am besten geschützt werden können. Dazu sollen die nötigen Infos gezielt über die Gesundheitsämter an Pflegeheime, ambulante Dienste und Nachbarschaftsnetzwerke weitergegeben werden. Laut der Emschergenossenschaft ist Hitze das größte vom Klimawandel verursachte Gesundheitsrisiko in Deutschland. Das Projekt wird mit 1,4 Millionen Euro vom Land unterstützt.
Roboter arbeiten im Gladbecker Krankenhaus
Im St. Barbara-Hospital in Gladbeck arbeiten jetzt zwei Roboter. Die Hightech-Kollegen mit den Namen "Barbara" und "KERNi" übernehmen Routineaufgaben im Labor. Sie nehmen zum Beispiel Proben an und können auch Stoffe analysieren. Die Roboter sollen das Laborpersonal entlasten - das letzte Wort hätten aber immer noch Menschen, sagt der Klinikverbund. Aktuell werden die Roboter so trainiert, dass sie irgendwann Nachtdienste und Wochenenden allein bewältigen können. Mit der Technik ist das Gladbecker Barbara-Hospital nach eigener Aussage Vorreiter in der Region.
Das war das Wichtigste aus unserer Region für heute. Schönen Abend.
Liebe Grüße
Dirk Hübner aus der Radio-Emscher-Lippe-Redaktion