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Das Amphitheater am Rhein-Herne-Kanal im Nordsternpark in Gelsenkirchen
© Thomas Hans / Radio Emscher Lippe
Das Amphitheater am Rhein-Herne-Kanal im Nordsternpark in Gelsenkirchen
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DLRG-Bilanz: Mehr Badetote in Gelsenkirchen und NRW

Die tragischen Badeunfälle bei uns am Rhein-Herne-Kanal in Gelsenkirchen spiegeln einen gefährlichen Trend im gesamten Bundesland wider.

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  • Fast alle Ertrunkenen waren männlich
  • DLRG fordert Maßnahmen von Bund, Land und Kommunen
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Laut einer aktuellen Bilanz der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft sind in Nordrhein-Westfalen bis Mitte September 54 Menschen ertrunken. Das sind 16 Todesfälle mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Bundesweit blieb die Gesamtzahl der Ertrunkenen mit 320 Opfern hingegen leicht unter dem Vorjahreswert.

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Mehr tödliche Unglücke in Seen und Kanälen

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Auffällig ist vor allem, wer von den Unfällen betroffen ist: Fast alle Ertrunkenen in NRW waren männlich. Zudem hat sich die Zahl der tödlich verunglückten Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen elf und zwanzig Jahren mehr als verdoppelt.

Die meisten tödlichen Unglücke passieren nach Angaben der Lebensretter in unbewachten Gewässern wie Flüssen, Seen und Kanälen. Allein in Kanälen hat sich die Zahl der Toten landesweit auf zehn mehr als verdreifacht. Als Hauptgründe für den Anstieg nennt die DLRG die anhaltende Sommerhitze sowie fehlende Schwimmkenntnisse. Wenn ihr euch an heißen Tagen abkühlen wollt, verleitet das laut den Experten schnell zu Leichtsinn und gefährlicher Selbstüberschätzung. Die DLRG fordert daher mehr Investitionen von Bund, Ländern und Kommunen in Bäder sowie einen verstärkten Schwimmunterricht an Schulen.

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Drei junge Menschen sterben in Gelsenkirchen

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Wie lebensgefährlich der Rhein-Herne-Kanal sein kann, zeigte sich im Juni gleich mehrfach direkt vor unserer Haustür. Am Rhein-Herne-Kanal auf Höhe des Amphitheaters gerieten zwei Brüder aus Gladbeck, 14 und 19 Jahre alt, an einem Sonntag ins Wasser und wurden von Tauchern geborgen. Der 14-Jährige starb noch am darauffolgenden Dienstag, sein älterer Bruder erlag wenig später ebenfalls seinen Verletzungen. Bereits am Wochenende zuvor war an derselben Stelle ein 16-Jähriger nur noch bewusstlos aus dem Kanal gezogen worden und später im Krankenhaus gestorben.

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