Gelsenkirchen: Baustopp für Lenin-Statue

Die Stadt Gelsenkirchen hat die Vorarbeiten für die Lenin-Statue in Horst gestoppt. 

Lenin-Statue in Gelsenkirchen-Horst
© Foto: Joachim Kleine-Büning/FUNKE Foto Services, Fotomontage: Radio Emscher Lippe
  • Lenin-Statue stößt bei anderen Parteien auf heftige Kritik
  • Vorarbeiten werden gestoppt

Die Stadt hat angeordnet, dass die Arbeiten sofort eingestellt werden müssen, das hat uns ein Stadtsprecher gesagt. Grund ist der Denkmalschutz des Gebäudes. Die MLPD wollte Mitte März die Lenin-Statue vor ihrer Zentrale in an der Ecke Schmalhorststraße / An der Rennbahn aufstellen. Rund 2 Meter groß ist die Statue, von der es nur noch ca. 5 Stück geben soll. Gegossen wurde sie in der ehemaligen Sowjetunion, zuletzt war sie in Österreich.

MLPD will mit allen Mitteln gegen den Baustopp vorgehen

Die MLPD sieht das Recht auf ihrer Seite. Der Aufstellungsort der Statue liegt auf dem Privatgrundstück der Partei. Die MLPD wolle damit zeigen, dass es auch Alternativen zum Kapitalismus gebe. Die Partei hat angekündigt, gegen die Entscheidung der Stadt vorzugehen.

Wer war Lenin?

Vladimir Lenin übernahm 1917 als Parteiführer der Bolschewiki in Russland die Macht. Als Initiator des Roten Terror von 1918 und im russischen Bürgerkrieg befahl er zahlreiche Repressionen und Massentötungen. Lenin hat nach seiner Machtübernahme die Eliten des alten Russland, seine Gegner im Bürgerkrieg, aber auch seine früheren Mitstreiter aus anderen revolutionären Parteien brutal verfolgt. Der Geheimpolizei gab er die Vollmacht zu töten.

Die MLPD begründet den Aufbau der Statue so: "Lenin beendete umgehend nach der Oktoberrevolution für Russland den 1. Weltkrieg, verteilte das Land an die Bauern. Elektrifizierte weite Teile Russland, vor allem mit Wasserkraft. Es wurde eine riesige Alphabetisierungskampagne gestartet und der Sozialismus aufgebaut. (...), genau deshalb stellen wir das Denkmal auf."

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