Gelsenkirchen bekommt Hilfe gegen Kindergeldmissbrauch

Mit einem speziellen Programm will das Landeskriminalamt der Stadt helfen, Täter aufzuspüren, die hauptsächlich Familien aus Südosteuropa nach Gelsenkirchen locken.

© Bild: Radio Emscher Lippe

Die Betrüger beantragen für die Familien zum Beispiel Kindergeld und lassen sie hier in heruntergekommen Häusern wohnen. Die Sozialleistungen behalten die Täter dann ganz oder teilweise ein. Gegen solche Machenschaften geht die Stadt schon seit einigen Jahren vor. Mit Hilfe des Landeskriminalamts, kann die Stadt jetzt mehr wichtige Daten abgleichen und gezielter gegen solche Tätergruppen vorgehen.

Oberbürgermeister Frank Baranowski geht das neue Konzept nicht weit genug

Gelsenkirchens Oberbürgermeister Frank Baranowski begrüßt das neue Konzept zwar - er vermisst aber auch Lösungen für andere Fälle von Sozialleistungsmissbrauch. Zum Beispiel bei Kindern, die gar nicht in Deutschland leben. Baranowski kritisiert auch, dass es keine finanzielle Unterstützung für die Kontrollen gibt. Bei der Stadt haben die zuständigen Referate "Sicherheit und Ordnung" und "Zuwanderung und Integration" schon alle Vorbereitungen getroffen, das neue Programm sofort umzusetzen.

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