Gelsenkirchen: Betrugsprozess gegen Lehrer im Ruhestand

Ein Lehrer im Ruhestand aus Gelsenkirchen muss sich heute wegen des Vorwurfs des besonders schweren Betrugs vor dem Amtsgericht Düsseldorf verantworten. 

© Paul Hill - Fotolia

Der 67-Jährige soll trotz seines Vorruhestandes neun Jahre lang weiter sein volles Gehalt kassiert haben. Der angestellte Lehrer hatte sich mit der Bezirksregierung in einem Vergleich vor dem Landesarbeitsgericht Hamm geeinigt, Ende 2009 in Vorruhestand zu gehen. Wegen eines Übermittlungsfehlers der Bezirksregierung soll das Landesamt für Besoldung davon nichts erfahren haben. Das zahlte bis Ende Januar vergangenen Jahres das volle Gehalt weiter – insgesamt fast eine halbe Million Euro. Jetzt droht dem Rentner Gefängnis. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Gelsenkirchener vor, die Behörden nicht über den Fehler informiert zu haben. Außerdem soll er auch noch jährlich die Bescheinigung über von ihm gezahlte Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung vorgelegt haben, um dafür den Arbeitgeberzuschuss zu kassieren. 

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