
Gelsenkirchen entscheidet über Olympia-Bewerbung
Schwimmwettbewerbe in der Arena auf Schalke: Das ist die Vision für Gelsenkirchen bei den Olympischen Spielen 2036, 40 oder 44. Ob die Stadt mit der Region Rhein-Ruhr ins Rennen geht, darüber könnt ihr jetzt mitentscheiden.
Veröffentlicht: Montag, 23.03.2026 07:44
- Abstimmung ist bis zum 19. April möglich
- Deutsche Konkurrenz aus drei anderen Städten
Abstimmungsvorgang
Ab heute (23.03.) werden die Abstimmungsunterlagen für den Ratsbürgerentscheid zur Olympia-Bewerbung verschickt. Parallel eröffnet im Atrium des Hans-Sachs-Hauses eine Stelle, wo ihr Infos zum Bürgerentscheid bekommt oder eure Stimmbriefe abgeben könnt.
Gut 185.000 Menschen in Gelsenkirchen sind wahlberechtigt. Damit die Stadt an der Olympia-Bewerbung festhält, müssen mindestens 50% „Ja“ auf dem Stimmzettel ankreuzen. Diese „Ja“-Stimmen müssen mindestens 10% aller Wahlberechtigten ausmachen. Also: Stimmen nur 1.000 Menschen überhaupt ab, dafür aber alle mit „Ja“, reicht es trotzdem nicht.
Die Abstimmung ist nur per Brief möglich. Ausgezählt wird in allen beteiligten Städten am 19. April. Danach entscheidet sich, ob die Rhein-Ruhr-Region wie geplant ihre Olympia-Bewerbung abgeben kann oder nicht. Es geht dabei um die Spiele 2036, 40 oder 44 – und erstmal nur um die deutsche Bewerbung. München, Hamburg und Berlin wollen nämlich auch Austragungsort werden.
Würden die Sommerspiele tatsächlich nach NRW kommen, soll die Veltins-Arena zum "Aquatic Center" werden und die Wettbewerbe im Schwimmen, Turmspringen, Wasserball und Synchronschwimmen beherbergen - vor bis zu 60.000 Zuschauern.
Weitere Infos zum Ratsbürgerentscheid findet ihr bei der Stadt Gelsenkirchen.
Pro Olympia
Unterstützt wird die Olympia-Bewerbung offiziell vom Land NRW. In Gelsenkirchen gibt es Stimmempfehlungen für ein "Ja" von Oberbürgermeisterin Andrea Henze und den Ratsfraktionen von SPD, CDU, Grünen und FDP.
Olympia mit tausenden Athleten und zehntausenden Fans aus aller Welt wird vor allem als Chance für die Region gesehen, sich einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Außerdem erhoffen die Befürworter sich Investitionen in Sportstätten, Infrastruktur und Sportförderung.
Contra Olympia
Gegner der Olympischen Spiele bringen vor allem die hohen Kosten ins Spiel. Sportstätten, Infrastruktur, Sicherheit, Unterkünfte für die Sportler/innen - all das kostet. Bei den Olympischen Sommerspiele in Paris 2024 lagen die Kosten nach Rechnungsprüfungen bei über sechs Milliarden Euro. In Gelsenkirchen empfehlen deshalb die Ratsfraktionen von Linken, BSW und Die Partei, beim Ratsbürgerentscheid mit "Nein" zu stimmen. Die AfD ist neutral.
Hier könnt ihr euch die Stellungnahmen der Gelsenkirchener Parteien im Detail durchlesen.