
- 35-Jähriger wurde per Haftbefehl gesucht
- Versuchte Pinkelattacke auf Polizisten
Wie die Bundespolizei mitteilt, ist eine einfache Personenkontrolle völlig aus dem Ruder gelaufen: Ein 35-Jähriger attackierte die Einsatzkräfte, warf mit Schuhen nach ihnen und zog sogar seine Hose herunter.
Laut den Beamten geriet der Mann in der Nacht zu Sonntag (18.10.) gegen Mitternacht ins Visier einer Streife. Da er sich vor Ort nicht ausweisen konnte, nahmen ihn die Einsatzkräfte mit zur Wache. Schon auf dem kurzen Weg dorthin versuchte er zu flüchten, was die Beamten aber direkt verhinderten. Auf der Dienststelle brachte ein Fingerabdruck-Scan Klarheit über seine Identität und lieferte den Grund für den Fluchtversuch: Gleich zwei Staatsanwaltschaften suchten per Haftbefehl nach dem 35-jährigen Deutschen ohne festen Wohnsitz. Das Amtsgericht Bochum hatte ihn wegen Körperverletzung zu einer Geldstrafe verurteilt, die er nicht bezahlt hatte. Zudem lag ein Untersuchungshaftbefehl des Amtsgerichts Gelsenkirchen vor, weil er verdächtigt wird, bereits im Mai Einsatzkräfte angegriffen zu haben.
Festnahme eskaliert am Gelsenkirchener Hauptbahnhof
Als die Beamten den Gesuchten festnehmen wollten, eskalierte die Situation laut Polizeibericht massiv. Der Mann sperrte sich gegen die Festnahme, warf mit seinem Schuh nach einem Beamten und zog seine Hose aus, um die Polizisten anzuurinieren. Außerdem versuchte er, einem Polizisten den Finger umzuknicken. Während des gesamten Einsatzes beleidigte er die Einsatzkräfte pausenlos und brüllte lautstark ausländerfeindliche Parolen. Die Beamten filmten den gesamten Ablauf mit einer Bodycam. Ein Polizeiarzt untersuchte den Mann anschließend auf seine Haftfähigkeit, danach brachten ihn die Einsatzkräfte in den Gewahrsam der Polizei Bochum. Für den 35-Jährigen hat die Nacht ein juristisches Nachspiel: Die Bundespolizei leitete neue Ermittlungsverfahren wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Volksverhetzung und Beleidigung ein.