
- Kontrollen in insgesamt zwölf NRW-Städten
- Kriminelle Vermieter sollen gestoppt werden
Das Land Nordrhein-Westfalen geht heute gegen Schrottimmobilien und Sozialbetrug in Gelsenkirchen und anderen Städten vor. Seit dem frühen Morgen kontrollieren weit mehr als 300 Behördenmitarbeiter in Gelsenkirchen und elf weiteren Kommunen (Dortmund, Duisburg, Essen, Hagen, Krefeld, Langenfeld, Leverkusen, Remscheid, Solingen, Velbert und Wuppertal) mehr als 250 Wohnungen. Das hat das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung am Vormittag bekannt gegeben. Ergebnisse soll es morgen (05.03.) geben. Es ist schon die dritte Aktion dieser Art.
Land will gegen kriminelle Strukturen vorgehen
Ziel der Aktion ist es, Vermieter zu stoppen, die Problemimmobilien gezielt an Armutszuwanderer aus Südosteuropa vermieten, um Sozialleistungen abzugreifen. Die Razzia heute setzt laut Ministerium neue Maßstäbe der behördlichen Zusammenarbeit: Erstmals würden Erkenntnisse der beteiligten Kommunen mit Erkenntnissen der Bundesagentur für Arbeit miteinander verknüpft. So sollen Auffälligkeiten schon vor und im Rahmen der Kontrollaktion zielgerichteter überprüft und Verstöße noch konsequenter verfolgt werden.
Um gegen die Missstände rund um die Schrotthäuser vorzugehen, führt die Stadt Gelsenkirchen selbst regelmäßig Kontrollen durch.