
Gelsenkirchen: Kinder legen Steine auf Gleise
Nachdem Kinder in Gelsenkirchen am Wochenende einen ICE zu einer Schnellbremsung gezwungen hatten, wurde jetzt ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Die 11- bis 14-Jährigen hatten in der Nähe des Hauptbahnhofs am Samstagabend (03.10.) Schottersteine auf die Gleise gelegt.
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- Kinder gaben „Neugier“ als Motiv an
- Strecke zeitweise komplett gesperrt
Am Samstag (03.10.) haben Kinder nahe dem Hauptbahnhof Gelsenkirchen Schottersteine auf die Gleise gelegt und dadurch einen ICE zur Schnellbremsung gezwungen. Der Zug überfuhr mehrere Steine, wodurch laut Bundespolizei eine Weiche beschädigt wurde. Fahrgäste kamen nicht zu Schaden. In der Nähe griffen Beamte drei Mädchen im Alter von elf, zwölf und vierzehn Jahren sowie einen dreizehnjährigen Jungen auf, die angaben, aus Neugier gehandelt zu haben.
Für den Bahnverkehr rund um den Hauptbahnhof Gelsenkirchen hatte der Vorfall spürbare Folgen: Die Strecke musste zeitweise komplett gesperrt werden, vier Züge blieben auf freier Strecke stehen. Für Reisende in der Region bedeutete das Verspätungen und Ausfälle im Bahnverkehr.
Die Bundespolizei nahm die Kinder mit zur Dienststelle und übergab sie anschließend an ihre Eltern. Es wurde ein Ermittlungsverfahren unter anderem wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und Sachbeschädigung eingeleitet. Angaben zur Schadenshöhe lagen zunächst nicht vor.