
- Durchsuchungen in Duisburg, Gelsenkirchen und Kempen
- Opfer sollen um ihren Lohn gebracht worden sein
Bei einer Razzia wegen schweren Menschenhandels ist auch Gelsenkirchen ins Visier der Ermittler geraten. Heute haben Staatsanwaltschaft und Polizei neun Gebäude durchsuchen lassen - die meisten davon in Duisburg, aber auch eins in Gelsenkirchen. Drei Männer (33, 35 und 50 Jahre) und zwei Frauen (39 und 46 Jahre) wurden festgenommen.
Die Bande soll gezielt Arbeiter in Polen angeworben haben - mit der Aussicht auf eine gute Arbeitsstelle, angemessenes Gehalt und eine ordentliche Unterkunft. Tatsächlich wurden polnischen Arbeitnehmer laut Polizei in heruntergekommenen Wohnungen untergebracht, für die sie horrende Mieten zahlen mussten. Die Gehälter soll die Bande sich über Kontoverfügungen selber eingesteckt haben. Gegen die Verdächtigen wird seit Anfang des Jahres ermittelt. Die über 30 Opfer werden jetzt von der Polizei betreut. Über den Opferschutz sollen sie eine fair bezahlte Arbeit und vernünftige Wohnungen bekommen.