
- Deutschlandweit sind sieben Städte dabei
- Bottrop hat eine Verpackungssteuer abgelehnt
Gelsenkirchen zeigt Interesse an einer Steuer auf Einweg-Verpackungen von Restaurants und Imbissen. Das geht aus einer Umfrage der Deutschen Umwelthilfe hervor - insgesamt 155 deutsche Städte wollen so gegen Müllberge vorgehen. Bottrop dagegen hat eine Einführung nach eigener Prüfung abgelehnt.
Deutschlandweit sind schon sieben Städte konkret dabei, eine solche Steuer einzuführen - darunter Bonn, Bremen und Köln. 42 weitere Städte prüfen das gerade, und 21 beraten darüber in ihren Gremien.
Die Steuer funktioniert so: Restaurants und Imbisse müssen für jede Einweg-Verpackung eine Abgabe zahlen - zum Beispiel 50 Cent für eine Pizza-Schachtel. Das soll sie dazu bringen, auf Mehrweg-Behälter umzusteigen.
Wo die Steuer schon läuft, wirkt sie: In Tübingen hat sich die Nutzung von Mehrweg-Behältern fast verdoppelt. Drei Viertel der Betriebe haben ihren Einweg-Verbrauch reduziert. Und die Stadt hat im ersten Jahr eine Million Euro eingenommen.
Freiburg macht jetzt als dritte Stadt mit - ab Januar 2026. Bayern dagegen verbietet seinen Kommunen so eine Steuer komplett.