
- Insgesamt sechs Angeklagte
- Beute in Luxusartikel wie Uhren und Autos investiert
Ein Vater und sein Sohn aus Gelsenkirchen müssen sich ab heute (20.07.) wegen gewerbsmäßigen Bandenbetrugs vor dem Landgericht Münster verantworten. Der 25-jährige Sohn soll sich zusammen mit vier weiteren Angeklagten aus Essen und Recklinghausen als falsche Bank-Mitarbeiter ausgegeben haben. Der Vorwurf: Innerhalb von vier Monaten haben sie massenhaft Phishing-SMS und E-Mails verschickt mit Aufforderungen, eine Banking-App zu aktualisieren. Per Link wurden die Opfer aufgefordert, persönliche Daten einzugeben. Es folgte ein Anruf der falschen Bank-Mitarbeiter, indem schließlich die Opfer aufgefordert wurden, TANs zu generieren. So konnten die Täter Zahlungskarten auf mehreren Smartphones einrichten. 15 Mal gelangten sie so an Geld. Ihre Beute durch diese Masche: ein sechsstelliger Betrag. Dem 61-jährigen Vater wird vorgeworfen, erbeutetes Geld in ihrer gemeinsamen Wohnung versteckt zu haben. Ermittler fanden u.a. hinter einem Bett 90.000 Euro in bar. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Angeklagten sich von dem Geld Luxusartikel wie Uhren und Autos gekauft haben. Unter anderem dem 25-jährigen Gelsenkirchener werden weitere identische Fälle vorgeworfen. Deswegen befinden sich er und zwei weitere Angeklagte in Untersuchungshaft. Zwölf Verhandlungstage sind angesetzt - bis Mitte September.