
- Sieben Jahre und sechs Monate Jugendstrafe
- Mutter mit Axthieben und Dolchstichen getötet
Ein 19 Jahre alter Gelsenkirchener ist wegen Mordes an seiner Mutter zu sieben Jahren und sechs Monaten Jugendstrafe verurteilt worden. Das ist das höchstmögliche Strafmaß. Die Richter am Essener Landgericht haben gerade verkündet, dass der junge Mann in einer Psychiatrischen Klinik untergebracht wird. Laut Urteil hat er seine 46 Jahre alte Mutter im Juni vergangenen Jahres mit mehreren Axthieben und Dolchstichen getötet. Außerdem hatte er einen Amoklauf an seiner ehemaligen Schule in Gelsenkirchen-Hassel geplant - diesen Plan aber aufgegeben. Der Angeklagte sei für die Allgemeinheit gefährlich, so die Vorsitzende Richterin.
Zerrüttete Verhältnisse in der Gelsenkirchener Familie
Hintergrund der Tat waren offenbar völlig zerrüttete Familienverhältnisse: Die Mutter soll ihren Sohn isoliert und geschlagen haben. Der 19-Jährige hatte den Mord im Prozess zugegeben. Nach der Tat im Juni 2024 hatte er noch zwei Tage mit der Leiche in der Gelsenkirchener Wohnung verbracht, bevor er sich der Polizei stellte.
Wegen einer Persönlichkeitsstörung sprach die Richterin heute in der Urteilsverkündung von erheblich verminderter Schuldfähigkeit. Sie bezeichnete das Vorgehen des Gelsenkircheners als besonders brutal.