
- Ermittlungen gegen rund 40 Verdächtige
- Sieben Städte im Visier der Staatsanwaltschaft
Im Hafen Graf Bismarck in Gelsenkirchen sind offenbar mit Schadstoffen belastete Böden entsorgt worden. Das hat die Staatsanwaltschaft Dortmund jetzt zum ersten Mal bestätigt. Gelsenkirchen wäre damit Teil eines größeren Giftmüllskandals in NRW. In insgesamt sieben Städten sollen giftige Böden illegal vergraben oder versenkt worden sein - unter anderem auch in Bochum und Recklinghausen.
Im Frühjahr hatte es schon eine landesweite Razzia gegeben. Dabei hatte es auch in Bottrop Durchsuchungen gegeben.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt in dieser Sache gegen rund 40 Verdächtige. Sie sollen unter anderem Lieferscheine gefälscht haben, um belastete Erde kostengünstig zu entsorgen. Laut Gutachtern besteht an den betroffenen Stellen keine unmittelbare Gefährdung.
Die Politik fordert, dass der Giftmüllskandal lückenlos aufgeklärt werden muss.