
- Verteidigung will neue Beweise einbringen
- Verhandlungstage bis Anfang 2026 angesetzt
Der Prozess um den mutmaßlichen Korruptionsskandal im Bottroper Rathaus wird sich wohl noch monatelang hinziehen. Ein Sprecher des Essener Landgerichts hat uns gesagt, dass die Richter noch zusätzliche Verhandlungstermine bis Anfang kommenden Jahres angesetzt haben. Hintergrund ist, dass die Verteidigung neue Beweise einbringen will - das können zum Beispiel Unterlagen sein, aber auch Zeugen. Wann tatsächlich das Urteil fällt, kann das Gericht noch nicht absehen.
Das sind die Vorwürfe
Seit Februar muss sich der ehemalige Leiter des Bottroper Ordnungsamtes wegen Korruption, Urkundenfälschung und Steuerhinterziehung verantworten. Er soll Aufträge der Stadt bevorzugt an eine bestimmte Sicherheitsfirma vergeben haben. Dafür soll er von der Firma über Umwege privat Geld bekommen haben. Außerdem sollen der Angeklagte und seine Frau gefälschte Impfzertifikate beschafft und Corona-Tests gefälscht haben. 2023 war der mutmaßliche Skandal im Bottroper Rathaus aufgeflogen. Damals hatte die Polizei auch ein städtisches Büro durchsucht