
- 43 Prozent der Beratungen rund um Geld und Kredite
- Fehlinformationen durch KI erschweren die Beratung
Die Verbraucherzentrale Gelsenkirchen hat ihm Jahr 2025 bei rund 6.300 Anliegen von Gelsenkirchenerinnen und Gelsenkirchenern beraten. Dabei ging es vor allem um die Themen Finanzen und Energie. Allein 43 Prozent der Anfragen betrafen Kredit- und Finanzthemen, während rund ein Fünftel auf den Energiebereich entfiel. Das zeigt jetzt der Jahresbericht der Verbraucherzentrale Gelsenkirchen. Laut Oberbürgermeisterin Andrea Henze ist die Beratungsstelle gerade wegen immer komplexerer Vertragsmodelle eine unverzichtbare Anlaufstelle für die Menschen vor Ort. Die Fälle werden zudem durch neue Gesetze und digitale Geschäftsmodelle komplizierter. Auch die Verbraucherschützer selbst sehen sich als wichtiges Frühwarnsystem, um unseriöse Praktiken auf dem Markt rechtzeitig zu erkennen und Betroffenen bei Massenschäden zu helfen.
Wer Unterstützung benötigt, kann sich an die Beratungsstelle Gelsenkirchen an der Robert-Koch-Straße 4 wenden. Termine können telefonisch unter der Rufnummer 0211 54222211 vereinbart werden
Auch hier zeigt sich der Einfluss von künstlicher Intelligenz
Künstliche Intelligenz und der Onlinehandel stellen neue Hürden dar. Ratsuchende würden die KI oft für Beschwerdeschreiben nutzen, was bei fehlerhaften rechtlichen Einschätzungen der Programme zu unrealistischen Erwartungen führe. Außerdem würden die Anliegen durch die KI schriftlich sehr präzise formuliert, in einem persönlichen Gespräch würden sich allerdings Kommunikationsprobleme offenbaren. Zudem gab es laut einer bundesweiten Untersuchung bei fast 80 Prozent der Befragten in den vergangenen zwei Jahren Probleme bei Onlinekäufen, etwa durch versteckte Kosten oder Schwierigkeiten mit Zahlungsdienstleistern.