Kritik an Bottroper Kokerei Prosper

Hintergrund ist der Einsatz von Raffinerie-Rückständen. Bis 2017 sei Material einer Shell-Raffinerie genutzt worden, erklärte eine Kokerei-Sprecherin in der WAZ.

Luftbild der Kokerei Prosper in Bottrop
© © 2019 foto@luftbild-blossey.de

Das genutzte Material war als harmloser Petrolkoks deklariert, nach heutigem Kenntnisstand aber wohl gefährlicher Abfall, sagt das Landesumweltministerium. Die Bottroper Grünen fordern vor diesem Hintergrund ein Ende der Toleranz. Das Umdeklarieren von Rückständen sei rechtlich zweifelhaft, ohne Not erhöhe es die gesundheitliche Belastung der Menschen, so die Grünen-Ratsfrau Andrea Swoboda in der WAZ. Grundsätzlich hat die Kokerei Prosper eine Genehmigung der Bezirksregierung, Petrolkoks einzusetzen. Es sei zudem durchaus vorteilhaft, so die Kokerei-Sprecherin weiter. Petrolkoks helfe, den Druck in den Öfen zu minimieren. Zumal der Stoff in der trockenen Destillation genutzt und nicht verbrannt würde.

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