Lenin-Statue in Gelsenkirchen-Horst ist enthüllt

Die Gelsenkirchener MLPD erinnert mit einem umstrittenen Denkmal an die Kommunisten-Ikone.

Die Lenin-Statue in Gelsenkirchen-Horst wird enthüllt
© Radio Emscher Lippe

Mitten in Gelsenkirchen-Horst steht jetzt eine Statue des russischen Revolutionsführers Lenin. Die zwei Meter hohe Figur aus Gusseisen wurde am Samstagnachmittag vor der Parteizentrale der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands an der Schmalhorststraße / Ecke An der Rennbahn enthüllt. Mit der umstrittenen Statue will die MLPD nach eigener Aussage Alternativen zum Kapitalismus aufzeigen und zur Diskussion anregen.

Stadt kontert mit Infos über Kommunismus

Kurz vor der Enthüllung der Lenin-Statue hatte die Stadt Gelsenkirchen am Freitag eine Ausstellung zur Geschichte des Kommunismus direkt gegenüber im Schloss Horst eröffnet. Außerdem wurden unter dem Hashtag #keinplatzfuerlenin Videos und Texte von Kulturschaffenden, Wissenschaftlern und Personen des öffentlichen Lebens veröffentlicht, um eine Debatte anzustoßen.

Lenin wird nicht alleine bleiben

Bei dem Festakt am Samstag kündigte die MLPD an, demnächst auch eine Statue des Kommunistischen Philosophen Karl Marx vor der Parteizentrale aufzustellen - neben der jetzt enthüllten Lenin-Statue. Man sei auf der Suche nach einer passenden Figur, heißt es von der Partei.

Gegenkundgebungen von Rechts

Parallel zur Enthüllung gab es am Samstagnachmittag zwei Gegenkundgebungen aus dem rechten Spektrum. Etwa 40 Demonstranten hatten sich vor dem Schloss Horst versammelt. Laut der Gelsenkirchener Polizei, die mit mehreren Mannschaftswagen vor Ort war, blieb aber alles ruhig.

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