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Mehr Sicherheit in Bus und Bahn
© Radio Emscher Lippe
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Mehr Sicherheit in Bus und Bahn

In Gelsenkirchen haben das Land NRW und die IHK Nord Westfalen ein Pilotprojekt gestartet. Das ambitionierte Ziel: Mehr Sicherheit in Bussen und Bahnen.

Veröffentlicht: Freitag, 29.05.2026 10:33

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Im Programm "Sicherheitskraft im Öffentlichen Personenverkehr" lernen vor allem Bahnmitarbeitende, wie sie sich in Konfliktsituationen am besten verhalten. Die Qualifizierung scheint sinnvoll zu sein. Erst Anfang des Jahres hatte ein Fall aus Rheinland-Pfalz für Entsetzen gesorgt. Ein Zugbegleiter wurde während einer Fahrkartenkontrolle von einem Schwarzfahrer brutal zusammengeschlagen und verstarb später im Krankenhaus. Ein Extremfall, aber er verdeutlicht, welcher Gefahr sich zum Beispiel Kontrolleure tagtäglich aussetzen. Hier soll das Programm helfen, das von der IHK Nord Westfalen, dem Kompetenzcenter Sicherheit NRW und den Aufgabenträgern im Schienenpersonennahverkehr (u.a. VRR) entwickelt wurde.

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Verkehrsminister Krischer: "Zündschnur ist manchmal sehr kurz"

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NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer war zum Start des Pilotprojektes vor Ort und schaute sich einen Kurs in der Praxis an. Das Programm sei notwendig. Der aktuelle Sicherheitsbericht für den Nahverkehr für 2025 erscheint zwar erst im Juni, die Zahl der Vorfälle sei aber weiter auf einem hohen Niveau. Es sei zudem erschreckend, wie kurz die Zündschnur bei manchem ist. Krischer selbst erlebe in Bus und Bahn Situationen, in denen er sich unwohl fühle.

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Kaum Qualifikationen notwendig

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Die Hürden, um am Programm teilzunehmen, sind niedrig. Ein Schulabschluss ist nicht notwendig. Deutsch als Sprache und ein gutes Führungszeugnis werden vorausgesetzt. Insgesamt 300 Unterrichtsstunden stehen auf dem Plan. Das entspricht etwa drei Monaten in Vollzeit. Zum Schluss gibt es eine Prüfung und bei Bestehen ein IHK-Zertifikat. Die Absolventen werden im Anschluss zunächst für ein Jahr bei drei Eisenbahnverkehrsunternehmen, u.a. bei VIAS Rail in der RB 46, der "Glück auf"-Bahn zwischen Bochum und Gelsenkirchen, eingesetzt. Ab 2028 soll die Qualifizierung in NRW zum Standard werden. Im Idealfall sollen alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen mit Sicherheitsaufgaben im Schienenpersonennahverkehr entsprechend qualifiziert werden - wären dann zum Beispiel auch bei der Bogestra oder der Vestischen einsetzbar. Neben Gelsenkirchen wird das Programm ab Juni auch in Dortmund angeboten. Das Land fördert das Projekt mit etwa 230.000 Euro.

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