
- Ermittler arbeiten im Drei-Schicht-Betrieb
- Innenminister informiert sich vor Ort
Im Innenausschuss des Landtags hat Innenminister Herbert Reul heute Nachmittag (22.01.) verkündet, dass die Zahl der Ermittler in der Besonderen Aufbauorganisation (BAO) «Bohrer» nochmal um 120 aufgestockt wurde. Insgesamt 350 Fachleute würden jetzt rund um die Uhr im Drei-Schicht-Betrieb ermitteln - an sieben Tagen die Woche, so Reul. Mittlerweile seien 30.000 Gegenstände gesichtet und dokumentiert worden. Außerdem hätten die Ermittler mehrere 1.000 Stunden Videomaterial sichergestellt, das gesichtet werden müsse. Für die Arbeit der BAO hat die Polizei Gelsenkirchen sogar ein extra Gebäude angemietet.
Innenminister Reul besucht den Tatort
Nach dem Millionen-Coup in der Sparkasse Gelsenkirchen hat NRW-Innenminister Herbert Reul den Tatort besichtigt. In der Bankfiliale in Buer ließ er sich gestern von der Polizei über den aktuellen Stand der Ermittlungen informieren. Dabei wurden ihm unter anderem der mutmaßliche Laufweg der Täter, der Tresorraum und andere wichtige Bereiche gezeigt, wie es aus dem Innenministerium heißt.
Zentrale für die Ermittler: Woher kam das Insiderwissen?
Im Zentrum der Ermittlungen steht die Frage, woher die Täter detaillierte Kenntnisse über die Begebenheiten in und um die Sparkasse hatten. Von einem Archivraum aus hatten sie Ende Dezember ein großes Loch in den Tresorraum gebohrt. Bei dem Einbruch hatten die Täter auch mehrere Sicherheitssysteme überwunden: Im Tresorraum räumten sie rund 3.100 Kundenschließfächer aus, ohne den Einbruchalarm der Bank auszulösen.
