
- Kontakt soll bei Sichtungstraining entstanden sein
- Schalke zieht arbeitsrechtliche Konsequenzen
Die Staatsanwaltschaft und die Polizei Münster ermitteln gegen einen Mitarbeiter der Jugendabteilung des FC Schalke 04. Es geht um den Anfangsverdacht des sexuellen Missbrauchs an einem Zwölfjährigen. Der Kontakt zwischen dem Tatverdächtigen und dem Jungen soll bei einem Sichtungstraining entstanden sein. Der Mann hat als Co-Trainer im Schalker Jugendbereich gearbeitet. Der mutmaßliche Missbrauch soll nicht auf dem Vereinsgelände stattgefunden haben. Zuerst hatte die WAZ über die Verbindung zum Bundesliga-Aufsteiger berichtet.
Nachdem die Mutter des Zwölfjährigen Mitte April bei der Polizei Anzeige erstattet hatte, wurden die Privaträume des Verdächtigen durchsucht und zahlreiche Datenträger sichergestellt. Es gelte die Unschuldsvermutung, so die Ermittler.
Die Reaktion des FC Schalke 04
Der FC Schalke zeigt sich in einer Stellungnahme bestürzt. Man habe "unverzüglich Sofort-Maßnahmen zum Schutz der Spieler eingeleitet und arbeitsrechtliche Konsequenzen gezogen". Außerdem laufe eine interne Prüfungen mit Unterstützung eines Anwalts.
Der Verein verweisen auf sein Schutzkonzept. "Der FC Schalke 04 ist sich seiner Verantwortung zum Schutz aller Kinder und Jugendlichen, die dem Verein anvertraut werden, bewusst und setzt sich daher entschieden gegen jegliche physische, psychische oder sexualisierte Gewalt ein." 2023 sei dieser Auftrag in der Vereinssatzung verankert worden.