MLPD will auch Marx-Statue in Gelsenkirchen aufstellen

Der Kommunistenführer soll neben Lenin vor der Parteizentrale in Horst stehen. Stadt Gelsenkirchen will Debatte über die Denkmäler anregen.

Enthüllung der Lenin-Statue in Gelsenkirchen-Horst
© Radio Emscher Lippe

In Gelsenkirchen-Horst soll neben der umstrittenen Lenin-Statue bald auch eine Figur von Karl Marx stehen. Das hat die linksextremistische Partei MLPD angekündigt. Am Samstag wurde vor der Parteizentrale gegenüber vom Schloss Horst die über 2 Meter hohe Lenin-Statue enthüllt – begleitet von Gegenkundgebungen aus der rechten Ecke. Die MLPD-Vorsitzende Gabi Fechtner hofft, dass auch die Anwohner mithelfen, das Denkmal vor Vandalismus zu schützen.  

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Texte belegen Hass gegenüber Juden und Schwarzen

"Gib ... Rassismus ... keine Chance." steht auf dem Plakat der MLPD, dass bei der Enthüllung der Lenin-Statue im Hintergrund hängt. In einem kürzlich erschienenen Artikel kommt Wolfram Weimer bei ntv zu dem Schluss:

Karl Marx war einer der übelsten Rassisten

In seinen Texten wird klar:

Karl Marx hasste Juden wie Schwarze in erschreckend expliziter Weise.

So schreibt Marx zum Beispiel in einem Brief:

Selbst seinen eigenen Schwiegersohn Paul Lafargue, dessen Mutter eine kubanische Kreolin war, erniedrigte er in einem Brief an seine Tochter Jenny als "Negrillo" und "Abkömmling eines Gorillas".

Am Ende des Artikels stellt sich der Autor die frage, ob Straßen Schulen und Plätze weiterhin nach Karl Marx benannt bleiben sollten.

In Anbetracht der ebenso brutalen wie beklemmenden Quellenlage stellt sich die Frage, ob in Deutschland wirklich 52 öffentliche Plätze, mehr als 500 Straßen und sogar mehrere Schulen weiterhin nach Karl Marx benannt werden sollten.

Den kompletten Artikel findet ihr hier.

Stadt möchte zur Auseinandersetzung mit Kommunismus anregen

Die Stadt Gelsenkirchen hatte gegen die Lenin-Statue einen Baustopp verhängt, der aber vom Oberverwaltungsgericht NRW wieder aufgehoben wurde. Dafür zeigt die Stadt jetzt im benachbarten Schloss Horst eine Ausstellung zur Auseinandersetzung mit dem Kommunismus und will zur Diskussion anregen.

Wann die Marx-Statue kommen soll, ist noch unklar – die MLPD ist nach eigener Aussage auf der Suche nach einer passenden Figur. 

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