Mord-Urteil gegen Kirchhellenerin: Revision eingelegt

Nach dem Urteil gegen die 46-Jährige Mutter aus Kirchhellen hat der Anwalt der Frau Revision eingelegt. Bald dürfte sich der Bundesgerichtshof mit dem Fall beschäftigen.

Larissa H. auf der Anklagebank im Landgericht Essen
© Fabian Strauch / FUNKE Foto Services GmbH
  • Mutter war vom Gericht zu 13 Jahren Haft wegen Mordes verurteilt worden
  • Verteidiger: Verurteilte sei nicht bei vollem Bewusstsein gewesen

Sie war heute vom Essener Landgericht wegen Mordes an ihrer sechsjährigen Tochter zu 13 Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht hat das Mordmerkmal der Heimtücke als erwiesen angesehen. Der Anwalt der Frau hat uns auf Nachfrage gesagt, dass man das anders sehe. Sie sei wegen der vielen Medikamente, die sie genommen habe, nicht bei klarem Bewusstsein gewesen, als sie ihre Tochter getötet hatte. In einigen Monaten wird sich dann wahrscheinlich der Bundesgerichtshof mit dem Fall befassen. Unterdessen hat der Kindesvater das Urteil gegen die Mutter laut seinem Anwalt Stefan Below gut aufgenommen - auch wenn sich der Jurist ein härteres Urteil gewünscht hätte.

© Radio Emscher Lippe

Die 46-Jährige hatte ihre sechsjährige Tochter Ende Januar getötet - das hatte sie am ersten Prozesstag auch zugegeben. Sie habe sich aber nicht an Details erinnert. Zuvor hatte der Vater des Mädchens im Sorgerechtsstreit mehr Umgang mit der Tochter zugesprochen bekommen.

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