
- Risiko besonders hoch in Dämmerung
- Etwa vierzig Fälle mehr als 2024
Bei uns hat es im vergangenen Jahr mehr Wildunfälle gegeben. Die Polizei Recklinghausen hat jetzt entsprechende Zahlen veröffentlicht. Über 720 Mal ist es auf den Straßen zu Zusammenstößen mit Rehen, Wildschweinen und anderen Wildtieren gekommen. Das sind etwa 40 Unfälle mehr als im vergangenen Jahr. Besonders häufig passiert das in den Monaten März, April und Mai – und vor allem in der Dämmerung. Ein erhöhtes Risiko besteht auf Straßen, die durch Wälder gehen, zum Beispiel auf dem Alten Postweg in Grafenwald. Die Polizei bittet euch darum, in den kommenden Wochen besonders aufmerksam unterwegs zu sein. In Gelsenkirchen sind Wildunfälle übrigens ein deutlich geringeres Problem, hier hat die Polizei im vergangenen Jahr nur 21 Fälle gezählt. Als Grund gibt die Polizei hier an, dass es deutlich weniger ländliche Straßen durch Waldgebiete gäbe, als in den anderen beiden Städten.
Verhaltensregeln, um Wildunfälle zu vermeiden
- Tempo drosseln, insbesondere, wenn ihr das Verkehrszeichen für „Wildwechsel“ seht.
- Vorausschauend fahren, ausreichend Abstand zum Fahrbahnrand halten.
- Bei einer Sichtung: Abblenden, hupen und sofort kontrolliert bremsen. Aber: Keine abrupten Ausweichmanöver.
- Achtung am frühen Morgen, Abend und Nacht.
Nach einem Wildunfall
- Unfallstelle absichern, Warnblinker einschalten und Warndreiecke aufstellen.
- Polizei rufen, auch wenn das Tier geflüchtet ist. Auch geringe Schäden immer melden.
- Tier nicht nachlaufen, kein totes Tier mitnehmen.