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Prozess um Menschenhandel und Zwangsprostitution beginnt
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Prozess um Menschenhandel und Zwangsprostitution beginnt

Vor dem Landgericht Essen muss sich ab heute ein 61-Jähriger verantworten, der thailändische Frauen nach Deutschland geschleust und zur Prostitution gezwungen haben soll. Ein Schauplatz soll Gelsenkirchen gewesen sein.

Veröffentlicht: Freitag, 27.02.2026 07:25

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Vor dem Landgericht Essen startet heute Mittag ein Prozess wegen Menschenhandels und Zwangsprostitution. Angeklagt ist ein 61-jähriger Mann aus Dorsten. Er soll er zusammen mit einer Komplizin Frauen aus Thailand nach Deutschland geschleust haben. Offiziell seien die Frauen als Touristinnen eingereist, tatsächlich mussten sie dann aber laut Anklage in Bordellen arbeiten. Die Kosten für Reise und Schleusung - bis zu 25.000 Euro - hätten die Opfer selbst abarbeiten müssen.

Die Frauen aus Thailand sollen unter anderem in einer Gelsenkirchener Wohnung des Angeklagten untergebracht gewesen sein - und vor hier aus auf Bordelle in ganz Deutschland verteilt worden sein. Der Prozess gegen den 61-Jährigen soll bis Ende März dauern. Bis dahin werden Zeugen angehört und Dokumente ausgewertet - um zu klären, wie das Netzwerk genau funktioniert hat. 

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