
- Angeklagter soll versucht haben, das Opfer zu überfahren
- Opfer überlebte nach Messerstichen nur durch Not-OP
Nach einer Messerattacke in Gelsenkirchen-Buer vergangenen Sommer muss sich ab heute ein Mann vor dem Essener Landgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 30-Jährigen aus Oer-Erkenschwick unter anderem versuchten Totschlag und gefährliche Körperverletzung vor.
Passiert ist das Ganze Ende Juli auf dem Parkplatz eines Fast-Food-Restaurants am Urban-von-Vorst-Weg. Dort soll der 30-Jährige mehrmals versuch haben, einen damals 37 Jahre alten Gelsenkirchener zu überfahren. Laut Staatsanwaltschaft hat er den Mann auch tatsächlich mit seinem Auto erfasst, woraufhin der Verletzte ins Schnellrestaurant geflüchtet ist. Der Angeklagte soll ihn dann mit einem Messer bis zu einer benachbarten Tankstelle verfolgt und dort zweimal auf ihn eingestochen haben. Das Opfer wurde schwer verletzt und konnte nur durch eine Not-OP gerettet werden.
Was genau hinter dem Fall steckt, weiß die Staatsanwaltschaft auch noch nicht - und erhofft sich im Prozess ab heute Antworten. Angesetzt sind fünf Verhandlungstage, das Urteil wird wahrscheinlich erst im März fallen. Es steht auch zur Debatte, dass der Angeklagte in einer psychiatrischen Klinik untergebracht wird.