
- Patienten müssten Fehlfahrten selbst zahlen
- 1,4 Millionen Euro Streitwert allein in Bottrop
Die Krankenkassen weigern sich, sogenannte Fehlfahrten zu bezahlen. Dazu zählen alle Rettungseinsätze ohne anschließenden Krankenhausaufenthalt - etwa wenn Patienten vor Ort behandelt werden oder den Transport verweigern. Bisher wurden diese Kosten in die Gebührensatzung eingerechnet und von den Kassen übernommen. Für Bottrop als Träger des Rettungsdienstes geht es um mindestens 1,4 Millionen Euro jährlich. Die angespannte Haushaltslage macht es unmöglich, diese Kosten zu übernehmen. Derzeit rechnet die Stadt direkt mit den Krankenkassen ab - bei einer Zahlungsverweigerung könnten künftig Patienten Rechnungen erhalten. Ein Rettungswageneinsatz kostet in Bottrop 859 Euro, ein Notarzteinsatz 880 Euro. Kosten, die nun eventuell auf euch zurückfallen könnten.