
- Ähnlich viele Maßnahmen wie 2025
- Digitalisierung soll bei Überprüfung helfen
Die Stadt Gelsenkirchen hat sich für dieses Jahr rund 50 Bauprojekte auf ihren Straßen vorgenommen. Die umfangreichsten Maßnahmen hat die Stadt heute in einem Pressegespräch vorgestellt. Sie unterscheidet in Straßenerhaltungsmaßnahmen und Straßenplanungsmaßnahmen.
Bei Erhaltungsmaßnahmen ist das Ziel, Straßen in einem ordentlichen Zustand zu halten, indem zum Beispiel neuer Asphalt verlegt wird. Hier wurde exemplarisch die Bismarckstraße genannt. Planungsmaßnahmen umfassen Projekte, die die Infrastruktur betreffen. Darunter fallen Um-, Aus- oder Neubaumaßnahmen wie zum Beispiel Fahrradwege. Diese sollen zum Beispiel bis 2027 auf der Hiberniastraße in der Altstadt entstehen. Die Dammstraße in Heßler soll in diesem Jahr als Fahrradstraße freigegeben werden.
Für alle Maßnahmen stehen der Stadt Gelsenkirchen rund 10 Millionen Euro zur Verfügung - genauso viel wie im vergangenen Jahr. Auch die Summe der Maßnahmen ähnelt sich.
Fachkräfte fehlen
Dass die Stadt nicht mehr Geld für Straßen zur Verfügung hat, liegt an der Haushaltssituation. Die Stadtkasse ist leer. Außerdem gibt es nach Angaben der Stadt auch im Straßenbau einen Fachkräftemangel. Erhan Özdemir, Leiter der Abteilung Straßenbau, sagt: "Aktuell fehlen fünf Ingenieure. Mitarbeiter werden von Baufirmen aus der freien Wirtschaft abgeworben, die besser zahlen, als der öffentliche Dienst." Dennoch sei der Zustand der Straßen in Gelsenkirchen verhältnismäßig in Ordnung. Von 732 Kilometern Streckenlänge seien 121 Kilometer in einem schlechten Zustand.
Mit Drohnen gegen Straßenschäden
In Sachen Digitalisierung geht die Stadt neue Wege. Um den Zustand der Straßen besser überprüfen zu können, sollen bald Kameras, Drohnen und Smartphones an E-Scootern zum Einsatz kommen. Für ein passendes Unternehmen soll es in diesem Jahr noch eine Ausschreibung geben.