
Die Kinder- und Jugendkriminalität in Gelsenkirchen geht seit 2023 insgesamt zurück und folgt damit auch dem Landestrend. Der gestiegene Anteil insbesondere gewaltbezogener Delikte bleibt dennoch ein zentraler Handlungsschwerpunkt. Das Polizeipräsidium Gelsenkirchen reagiert frühzeitig, konsequent und lageangepasst - mit intensiver Ermittlungsarbeit, sichtbarer Präsenz, Prävention und enger Zusammenarbeit mit der Stadt Gelsenkirchen und weiteren Partnern, um langfristig und nachhaltig die Kinder- und Jugendkriminalität zu verhindern und zu belämpfen.
Am Mittwoch, 9. September 2026, haben die Gelsenkirchener Polizei und der Kommunale Ordnungsdienst einen weiteren Schwerpunkteinsatz zur Verhinderung und Bekämpfung der Kinder- und Jugendkriminalität in Gelsenkirchen durchgeführt. In der Zeit zwischen 14 und 22 Uhr wurden durch die zahlreichen Einsatzkräfte Orte im gesamten Stadtgebiet bestreift, um zum Einen durch hohe sichtbare Präsenz Straftaten zu verhindern und zum Anderen gezielt im Bereich der Bekämpfung der Kinder- und Jugendkriminalität präventiv und repressiv tätig zu sein.
Insgesamt wurden bei dem Einsatz 175 Personen kontrolliert, 16 Straf- und 28 Ordnungswidrigkeitenanzeigen gefertigt. Unter anderem wegen des Verdachts des Handels mit Betäubungsmitteln, des Mitführens verbotener Gegenstände und Verkehrsverstößen. Die Beamten führten vier Gefährderansprachen und ebenso viele erkennungsdienstliche Behandlungen durch.
Losgelöst von den repressiven Maßnahmen zieht die Polizei Gelsenkirchen eine positive Bilanz. Beamtinnen des Kommissariats für Kriminalprävention und Opferschutz suchten zwei Jugendtreffs im Stadtgebiet auf, um dort mit insgesamt etwa 50 Kindern und Jugendlichen spielerisch ins Gespräch zu kommen und mögliche Hemmschwellen abzubauen. Zudem führten alle eingesetzten Einsatzkräfte über 100 sogenannte Bürgergespräche und kamen somit mit zahlreichen Jugendlichen und Angehörigen in einen persönlichen Austausch.
NRW-Innenminister Herbert Reul machte sich vor Ort selbst ein Bild von der Arbeit der Soko "Jugend" und zeigte sich überzeugt, dass der gemeinsame und langfristig angelegte Einsatz Wirkung zeigt. "Die insgesamt gesunkenen Zahlen von Kindern und Jugendlichen, die in Gelsenkirchen straffällig werden, ist ein Beweis dafür, dass sich die Arbeit lohnt", so der Minister.
Die Soko "Jugend" wird auch zukünftig in unregelmäßigen Abständen sowohl kleinere wie auch große Kontrollaktionen durchführen und mit starker Präsenz auftreten. Zudem wird tagtäglich durch zahlreiche Ermittlerinnen und Ermittler an unterschiedlichen Stellen alles dafür getan, um die Kinder- und Jugendkriminalität im Stadtgebiet zu verhindern und zu verfolgen.
Nachfragen für Journalistinnen und Journalisten:
Polizei Gelsenkirchen Telefon: +49 (0) 209 365-2010 E-Mail: pressestelle.gelsenkirchen@polizei.nrw.de https://gelsenkirchen.polizei.nrw/
Original-Content von: Polizei Gelsenkirchen, übermittelt durch news aktuell