
- Geschädigte fordern Schadenersatz von der Sparkasse
- Sparkasse hat beantragt, die Klage abzuweisen
Nach dem spektakulären Tresoreinbruch in der Sparkasse Gelsenkirchen-Buer startet in knapp zwei Monaten der erste Prozess. Am 11. Juni verhandelt das Essener Landgericht über die Klagen von zwei Schließfachbesitzern. Sie fordern Schadenersatz von der Sparkasse - der eine gut 390.000 Euro, der andere knapp 49.000 Euro. Die Kläger geben laut einem Gerichtssprecher an, dass der Tresorraum aus ihrer Sicht nicht ausreichend gesichert gewesen sei. Die Gelsenkirchener Sparkasse hat beantragt, die Klage abzuweisen - aber noch keine Begründung genannt.
Bei dem Einbruch Ende Dezember hatten die Täter über 3.000 Schließfächer ausgeräumt. Der Schaden liegt im dreistelligen Millionenbereich. Die ersten Geschädigten haben schon Geld von ihren Hausratversicherungen bekommen. Eine dritte Schadenersatzklage wird am 9. Juli verhandelt.