
- Stadt will Musikpavillon wieder aufbauen
- Spendengelder könnten auch in Übergangslösung fließen
Die Instagram-Seite „Gib Dir Gelsen" hat seit Freitag (27.3.) eine Spendenaktion gestartet, und die Resonanz war nach Angaben der Initiatoren von Anfang an enorm. Viele Handwerker, Techniker und Musiker hätten sich gemeldet und ihre Hilfe angeboten.
Der Hintergrund: Der Pavillon brannte am vergangenen Donnerstagabend (26.3.). Gegen 20:20 Uhr bemerkte ein 22-jähriger Gelsenkirchener das Feuer und alarmierte die Feuerwehr. Das hölzerne Dach ist seitdem komplett zerstört, der Schaden ist erheblich. Die Polizei geht von Brandstiftung aus und sucht noch Zeuginnen und Zeugen.
Die gute Nachricht: Der Pavillon soll nach Angaben der Stadt wieder aufgebaut werden. Oberbürgermeisterin Andrea Henze hat das angekündigt. Ob der alte Bau saniert oder komplett neu errichtet werden muss, ist noch offen – ein Gutachter soll das zunächst klären. Immerhin: Der Pavillon ist gegen Brandschäden versichert, auch bei bestätigter Brandstiftung.
Für euch bedeutet das aber erstmal: Die geplanten Veranstaltungen im Frühling und Sommer können dort wohl nicht wie geplant stattfinden. Betroffen sind die DGB-Demo am 1. Mai, ein Vormittagskonzert des Polizeichors und das Musikfestival SommerSound. Die Kulturverwaltung will in den kommenden Tagen mit den Veranstaltern sprechen, um Alternativen zu finden – etwa eine mobile Bühne.
Politisch zieht die Stadt an einem Strang: Die SPD fordert Transparenz bei den Kosten und einen klaren Plan für den Wiederaufbau. Die Grünen wollen das Thema in der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung Mitte besprechen.
Und die Spendenaktion? Die läuft weiter. Falls das Geld laut den Initiatoren am Ende nicht direkt in den Wiederaufbau fließen kann, weil die Stadt das über die Versicherung regelt, soll es zum Beispiel für eine Konzertreihe zur Wiedereröffnung oder als Überbrückungshilfe genutzt werden. Hier geht's zur Spendenaktion: Spendenaktion von GibDirGelsen Kultur-Support: Gelsen - Gemeinsam für den Wiederaufbau des Musikpavillons.