Tönnies bekommt Rückendeckung von Schalke-Vorstand Schneider

Der Schalker Sportvorstand Jochen Schneider hat Aufsichtsratschef Clemens Tönnies nach dessen umstrittenen Äußerungen über Afrikaner in Schutz genommen.

Jochen Schneider Schalke Sportsvorstand
© FC Schalke 04

Er kenne Tönnies seit zehn Jahren, sagte Schneider heute am Rande des Trainingslagers im österreichischen Mittersill - und er wisse, dass Tönnies zu 100 Prozent die Werte von Schalke 04 vertrete. Laut Schneider habe der Aufsichtsratschef eine "unbedachte Äußerung getätigt und sich heute Morgen prompt entschuldigt". Der Verein reagierte mit einer vom Vorstand unterschriebenen Erklärung, in der es heißt: "Wir haben Clemens Tönnies in den langen Jahren der Zusammenarbeit nie anders erlebt als jemanden, der mit vollem Einsatz für den FC Schalke und unsere Werte einsteht. Seine Aussage steht natürlich in deutlichem Widerspruch zu unserem Leitbild, daher war seine Entschuldigung richtig und wichtig." - Der Schalker Ehrenrat wird sich in seiner nächsten Sitzung kommende Woche mit dem Thema beschäftigen. Tönnies hat bereits zugesagt, sich in der Sitzung erklären zu wollen.

Die umstrittenen Äußerungen von Clemens Tönnies

Tönnies hatte nach einem Bericht der Zeitung «Neue Westfälische» in einer Rede beim Tag des Handwerks in Paderborn Steuererhöhungen im Kampf gegen den Klimawandel kritisiert. Stattdessen solle man lieber jährlich 20 Kraftwerke in Afrika finanzieren. "Dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn's dunkel ist, Kinder zu produzieren". Heute hatte Tönnies erklärt, dass seine Aussage falsch, unüberlegt und gedankenlos gewesen sei.

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