Totes Baby aus Gelsenkirchen: Pflegevater verurteilt

Im Prozess um den gewaltsamen Tod eines Säuglings aus Gelsenkirchen ist das Urteil gefallen: Der Pflegevater des einjährigen Jungen muss für zwölf Jahre ins Gefängnis.

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Die Richter am Landgericht Hagen verurteilten den 30-Jährigen aus Plettenberg wegen Totschlags. Im Prozess hatte der Angeklagte zugegeben, das Baby geschüttelt zu haben - laut eigener Aussage, um es zu beruhigen. Er habe den Kleinen weder verletzen, noch töten wollen. Das Gericht geht davon aus, dass der Pflegevater mit dem häufig schreienden Kind überfordert war. Der einjährige Junge war wenige Stunden nach den Misshandlungen an den Folgen schwerer Hirnverletzungen gestorben. Kurz nach seiner Geburt war der Säugling aus seiner Familie in Gelsenkirchen herausgenommen und in der Pflegefamilie in Plettenberg untergebracht worden. Die leiblichen Eltern waren in dem Prozess als Nebenkläger aufgetreten. 

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