Unsere Städte bereiten sich auf Coronavirus vor

In Gelsenkirchen wurde extra ein Expertenstab einberufen, der die aktuelle Lage bewerten und Maßnahmen planen soll.

Ein kranker Mann fühlt sich schlecht – er trägt eine Atemschutzmaske gegen Infektionen.
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Eine erste Abstimmung zum Coronavirus habe es bereits vor Wochen gegeben, so die Stadt Gelsenkirchen. Momentan stehe das Gelsenkirchener Gesundheitsamt in ständigem Austausch mit Krankenhäusern und Ärzten. Die seien entsprechend gut vorbereitet. Auch untereinander tauschen sich Gladbeck, Bottrop und Gelsenkirchen aus. In Gladbeck würde im Zweifel eines Coronaausbruchs das Gesundheitsamt im Kreis Recklinghausen die Federführung übernehmen. Wer Symptome des Coronavirus bei sich selbst entdeckt, sollte sich zunächst telefonisch bei seinem Hausarzt melden und nicht einfach in die Praxis gehen.


Krankenhäuser vorbereitet

In der Notaufnahme des Marienhospitals in Gelsenkirchen-Ückendorf stehen zum Beispiel spezielle Isolierräume zur Verfügung. In denen können Verdachtspatienten auf das Coronavirus untersucht und spezielle Bluttests gemacht werden. Das Verfahren hat Dr. Christoph Tannhof, Lungenfacharzt im Marienhospital, heute morgen im Radio-Emscher-Lippe-Interview erklärt:

© Radio Emscher Lippe

Gelsenkirchener Gymnasium sagt Schüleraustausch teilweise ab

16 Schüler des Max-Planck-Gymnasiums in Gelsenkirchen-Buer wollten eigentlich am 28.02. ins süditalienische Monopoli reisen. Ein Erlass der italienischen Behörden macht der Schule einen Strich durch die Rechnung: Nach diesem sind solche Farten bis zum 15. März nicht erlaubt. Auch andere Schulen bei uns haben derzeit Schülerfreizeiten in Italien geplant - zum Beispiel die Gesamtschule Berger Feld in Gelsenkirchen oder das Heinrich-Heine-Gymnasium in Bottrop. Abgesagt haben die Schulen die Fahrten bisher nicht, weil es noch keine offiziellen Warnungen für die anvisierten Reisegebiete gibt. Die Schulleitungen wollen die Situation aber im Auge behalten.

Vorbeugende Verhaltensregeln und typische Symptome

Das Referat Gesundheit der Stadt Gelsenkirchen empfiehlt zur Vorbeugung einer Coronavirusinfektion die folgenden Verhaltensregeln zu beachten:

Da die Ansteckung mit dem Coronavirus durch die Sekrete aus den Atemwegen verursacht wird, sollten genauso wie beim Grippeschutz, eine gute Händehygiene und Husten- und Niesetikette (Husten und Niesen in die Ellenbeuge, gebrauchte Taschentücher sofort vernichten) eingehalten werden. Auf das Händeschütteln sollte man derzeit verzichten.

Von der Infektion mit dem Coronavirus können insbesondere Menschen betroffen werden, die sich in den Gebieten aufgehalten haben, in denen bisher bestätigte Coronavirusinfektionen bekannt sind. Diese Personen sollen sich selbst auf die unten genannten Symptome überprüfen. Sollten sich diese Symptome entwickeln, wird empfohlen, sich zunächst telefonisch bei den niedergelassenen Hausärztinnen und Hausärzten zu melden, damit diese einen Besuch ohne Kontakt mit anderen Patienten einplanen können. Auf keinen Fall sollte man die Sprechstunde unangemeldet besuchen und sich im Wartezimmer aufhalten. Die Kontakte mit anderen Personen sollen bis zum Ausschluss der Infektion auf das Nötigste beschränkt werden.

Die häufigsten Symptome sind laut Stadt Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber, manchmal auch Durchfall. In seltenen Fällen kann das Virus auch einen schweren Verlauf hervorrufen, der mit Atemproblemen und Lungenentzündungen verläuft. Diese schweren Verläufe sind vor allem bei Personen, die älter sind und/oder an chronischen Grunderkrankungen leiden, zu erwarten.


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