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Vermögen von Ex-Schalke-Manager Assauer: Prozess geht weiter
© Kai Kitschenberg/FunkeFotoServices
Bettina Michels (Tochter von Rudi Assauer) mit ihrem Vater im Jahr 2016.
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Vermögen von Ex-Schalke-Manager Assauer: Prozess geht weiter

Der juristische Streit um das Vermögen des früheren Schalke-Managers Rudi Assauer geht weiter. Die Staatsanwaltschaft Essen will die abgelehnte Anklage gegen zwei Beschuldigte doch noch durchsetzen.

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  • Landgericht Essen lehnte Anklage mangels Tatverdacht ab
  • Es geht um mehr als 767.000 Euro aus Immobilienverkäufen
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Die Staatsanwaltschaft Essen hält an ihrer Anklage gegen Assauers Tochter Bettina Michel und dessen frühere Privatsekretärin fest und hat Beschwerde gegen die Entscheidung des Landgerichts Essen eingelegt. Das Gericht hatte die Anklage nicht zugelassen, da nach seiner Einschätzung kein hinreichender Tatverdacht bestehe. Den Beschuldigten wird vorgeworfen, noch zu Lebzeiten des schwer demenzkranken Assauer zwei seiner Immobilien verkauft zu haben, ohne dazu berechtigt gewesen zu sein. Dabei sollen sie eine ungültige Vollmacht aus dem Jahr 2012 genutzt haben, obwohl ihnen laut Anklage bewusst gewesen sein soll, dass Assauer zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr geschäftsfähig war. Es geht um insgesamt 767.080 Euro.

Für Gelsenkirchen und die Schalke-Anhängerschaft hat der Fall eine besondere Bedeutung, da Rudi Assauer über Jahrzehnte das Gesicht des Vereins war. Als Manager prägte er von 1981 bis 1986 und erneut von 1993 bis 2006 die Geschicke von Schalke 04 und wurde mit seinem Markenzeichen, der Zigarre, weit über den Sport hinaus bekannt. Der Streit um sein Erbe beschäftigt die Gerichte bereits seit Jahren.

Nun liegt die Entscheidung beim Oberlandesgericht Hamm, das prüfen muss, ob es entgegen der Einschätzung des Landgerichts doch zu einem Prozess kommt. Ein Termin dafür steht bislang nicht fest.

Rudi Assauer starb am 6. Februar 2019 im Alter von 74 Jahren nach langjähriger Alzheimer-Erkrankung in seiner Heimatstadt Herten. Die Staatsanwaltschaft hatte im Mai Anklage unter anderem wegen banden- und gewerbsmäßigen Betrugs erhoben, der Tochter wirft sie zudem falsche Angaben an Eides statt vor.

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