
- Ersten beiden Verhandlungsrunden ohne Einigung
- In rund einer Woche wird weiterverhandelt
Rund 50 Beschäftigte von Tata Steel in Gelsenkirchen haben Montag (2.11.) ihre Arbeit niedergelegt. Es war einer der ersten Warnstreiks in NRW, seit die sogenannte Friedenspflicht in der Metall- und Elektrobranche ausgelaufen ist. Die IG Metall hatte dazu aufgerufen. Die Gewerkschaft fordert fünf Prozent mehr Lohn, und zwar auch für Azubis. Die Erhöhung soll ein Jahr lang gelten. Begründet wird die Forderung damit, dass sich die wirtschaftliche Lage spürbar verbessert habe. Davon sollen laut IG Metall auch die Beschäftigten etwas haben.
Arbeitgeber legen erstes Angebot vor
Gelsenkirchen war dabei kein Einzelfall. Landesweit haben laut Gewerkschaft fast 4000 Beschäftigte aus 33 Betrieben mitgemacht. Grund für die Streiks: Die ersten beiden Verhandlungsrunden zwischen IG Metall und Arbeitgebern sind ohne Einigung zu Ende gegangen. Inzwischen liegt aber ein erstes Angebot der Arbeitgeberseite auf dem Tisch. Demnach soll es eine Einmalzahlung von 650 Euro geben, zahlbar Mitte 2027. Ein Jahr später sollen die Löhne dann um 1,3 Prozent steigen. Der Unternehmerverband Ruhr-Niederrhein wiederum spricht von der schwersten Strukturkrise der Branche seit Jahrzehnten. Wie es weitergeht: Auch in den nächsten Tagen kann es weitere Warnstreiks geben. In etwa einer Woche soll wieder verhandelt werden.