
- Viele AWO-Angebote könnten Dienstag ausfallen
- Zentrale Streikkundgebung in Dortmund geplant
AWO-Beschäftigte in Gladbeck, Bottrop und Gelsenkirchen sind für den 3. März zum Warnstreik aufgerufen. Der Ausstand trifft viele Bereiche des sozialen Lebens bei uns: Kitas könnten geschlossen bleiben, Ganztagsbetreuungen an Schulen ausfallen und Seniorenzentren nur eingeschränkt arbeiten. Auch Menschen, die auf ambulante Betreuung angewiesen sind, sowie Angebote der Behindertenhilfe und Jugend- und Familienhilfe sind betroffen.
Warum wird gestreikt?
Hintergrund sind die laufenden Tarifverhandlungen bei der AWO NRW. Ver.di fordert 500 Euro mehr pro Monat für alle Beschäftigten und 300 Euro mehr für Auszubildende. Außerdem stehen mehr Urlaubstage, höhere Zulagen und eine bessere Jahressonderzahlung auf der Forderungsliste. Die bisherigen Verhandlungsrunden blieben ohne Ergebnis. Am 4. März findet in Dortmund die dritte Tarifrunde statt — der Warnstreik soll den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.
Kundgebung in Dortmund
Wer an der zentralen Streikkundgebung teilnehmen möchte, kann das am Dienstag um 11 Uhr an den Katharinentreppen am Königswall in Dortmund tun. Danach zieht ein Demonstrationszug durch die Innenstadt, ab 12:15 Uhr folgt eine Abschlusskundgebung.
Die AWO beschäftigt in NRW rund 35.000 Menschen — in der Pflege, in Kitas, der Behindertenhilfe sowie in der Jugend- und Familienhilfe.